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Lausitzer Brauchtum

Ein Bestatter übernimmt die Herrschaft

Anlässlich des 25. Schützenfestes durfte auch das Salutschießen nicht fehlen. FOTO: Mirko Sattler

Ruhland . Werner Kranke ist neuer Ruhlander Schützenkönig. Seine Freude darüber hält sich allerdings in Grenzen.

Werner Kranke heißt der neuer Ruhlander Schützenkönig. Der ehemalige Bestatter erhält während des traditionellen Schützenfestes aus den Händen der 2018er-Vereins- und Landeskönigin Ursula Jentsch die Vereinskönigskette. Im Gegenzug bekommt Jentsch vom Vereinsvorsitzenden Hans-Joachim Glaser einen entsprechenden Orden verliehen. Erster Ritter (2. Platz) ist Gründungsmitglied Michael Liebmann. Die Vorjahressiegerin Ursula Jentsch wird zur zweiten Dame gekürt. Sie hat den 3. Platz erreicht.

„Ich bin zum zweiten Mal König. Eigentlich möchte ich es nicht sein, da mit dieser Auszeichnung auch viele Verpflichtungen verbunden sind. Der neue König muss erstens ein Fass Bier sponsern, ein Königsfrühstück herrichten und an den vielen Schützenfesten der Gastvereine teilnehmen“, sagt Werner Kranke. „Egal wie du schießt. Es wird immer der König, der die beste Zehn geschossen hat“, fügt der Ruhlander Rentner an. Zur Schützengesellschaft sei der ehemalige Bestatter durch seinen Oldtimer gekommen. „Ich habe einmal einen König chauffiert und bin so zum Verein gekommen“, weiß der neue Schützenkönig.

Der Dauerregen hat den Ablauf des Schützenfestes ein wenig durcheinandergebracht. Normalerweise sollte wie jedes Jahr das aktuelle Königshaus auf dem Marktplatz gekürt werden. Wegen des Wetters findet dieser Teil im Festzelt statt.

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