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Schaugießen in Lauchhammer

Kunstguss-Experten haben heißes Eisen im Feuer

Zum zweiten Mal fand in diesem Jahr ein Schaugießen in der Kunstgießerei Lauchhammer statt. Das Foto zeigt, wie gerade Kleinteile und Zubehörteile nach Entwürfen von Karl Friedrich Schinkel gegossen werden. FOTO: Mirko Sattler

Lauchhammer. Die öffentlichen Schaugießen der Lauchhammeraner Kunstgießerei stoßen auf großes Interesse. Schinkel-Guss liegt voll im Trend. Bei 1550 Grad.

Genau 1550 Grad Celsius muss das Metall heiß sein, bevor Harry Bartzsch und seine Mitstreiter es in die Formen gießen können – und das vor allerlei Zuschauern. Zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit fand am Dienstag in der Kunstgießerei Lauchhammer ein Schaugießen für interessierte Bürger statt. „Wir gießen nicht jeden Tag, sondern sammeln. Damit es sich lohnt, müssen schon 120 Kilogramm flüssiges Metall zusammen kommen. Deshalb kann es schon einmal passieren, das einige Aufträge ein paar Tage liegen“, berichtet der Gießereifacharbeiter, der seit 1977 als Wachsformer tätig ist.

Genau 15 Gussteile stehen am Dienstag auf der Liste. Das kleinste ist gerade einmal gut zehn Zentimeter lang, das größte – eine Grabfigur vom Bildhauer Gotthelf Schlotter – gut einen Meter hoch.

Derzeit ist der Bedarf an Schinkel-Teilen sehr groß. Bis auf die Grab­figur sind nämlich die restlichen Gusselemente des Tages alle von dem preußischen Baumeister und Architekten Karl Friedrich Schinkel entworfen worden oder gehören in diese Kategorie. Wie zum Beispiel die Tischbeine, die extra gegossen werden und zu einer 80 Zentimeter großen Tischplatte gehören.

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