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Alte Bräuche am Leben halten

Schwarzbach hält an seiner Tradition im Reiten fest

Der Reit- und Fahrverein Schwarzbach bittet am 9. September zum kurzweiligen Reiterfest. Mutige Reiterinnen und Reiter können sich noch für die Wettbewerbe im Hahnschlagen und Kranzstechen anmelden. Titelverteidiger ist Mario Richter (l.) aus Leeskow (Gemeinde Neu-Seeland), der 2017 in beiden Kategorien siegte.FOTO: Reit- und Fahrverein Schwarzbach

Schwarzbach. Der Reit- und Fahrverein stemmt sich gegen die schleichende Reiter-Flaute. Hahnenschlagen und Kranzstechen finden am zweiten September-Sonntag statt.

Die Zahl der Frauen, Männer und Jugendlichen, die es sich zutrauen, auf einem Pferd oder Pony zu galoppieren oder zu traben, geht stetig zurück. Auch wenn das Bild von zahlreich grasenden Pferden auf hiesigen Weiden einen anderen Eindruck vermittelt. „Viele halten sich die Tiere nur noch als Dekoration oder um das Gras auf ihren Grundstücken flach zu halten“, bedauern jene Reiter, die sich noch sportlichen Herausforderungen stellen.

Erweist sich die Durchführung von Kutschentreffen und integrierten Parcoursläufen als relativ stabil, sieht es bei den regionalen Reitwettbewerben mau aus. Niederlausitzer Stollenreiten, die vor 20 Jahren noch an fast jedem Spätsommer- oder Herbstwochenende zu erleben waren, gibt es heute nur noch in Laasow (Stadt Vetschau). Niedersorbische Stollenreiten, bei denen keine Sättel benutzt werden dürfen, werden offiziell nur noch in Neu Zauche (Amt Lieberose/Oberspreewald) durchgeführt. Allein das traditionelle Hahnrupfen wird in einigen wenigen Spreewalddörfern noch praktiziert.

Was Tierschützern gar nicht schmeckt: Beim Hahnrupfen müssen von dem zuvor getöteten und an einem Torbalken befestigten Federvieh nach und nach Flügel und zuletzt auch noch der Kopf abgerissen werden.

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