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Bürger sollen Schlangen melden

Naturschützer suchen wieder Kreuzottern

Die Kreuzotter ist höchst selten geworden im angestammten Lebensraum an der Schwarzen Elster. FOTO: Norbert Otte

Senftenberg. Die Lausitzer dürfen mithelfen, die giftigen Schlangen aufzuspüren. Denn sie leben versteckt und sind sehr selten geworden. Die Ursachen für den Rückgang sind vielfältig.

Seit drei Jahren sucht die Naturschutzbehörde des Oberspreewald-Lausitz-Kreises nach Kreuzottern zwischen Spreewald und Kmehlener Bergen. Dabei soll, so erklärt Jürgen Jentsch vom Landkreis, festgestellt werden, ob die Schlangen auf die Liste der verschwundenen Arten in Südbrandenburg gesetzt werden müssen.

Im Jahr 2019 werde die Suche fortgesetzt, kündigt Jentsch an. Der Experte wolle gemeinsam mit dem Berliner Schlangenspezialisten Norbert Otte dann den Raum Kroppen/Jannowitz unter die Lupe nehmen. „Das Problem ist“, so sagt Jentsch, „dass meist nur Einzeltiere gefunden werden.“ Die Population der Kreuzotter sei im Landkreis alles andere als stabil. Es gebe nur noch wenige traditionelle Lebensräume, wo sie vorkommt, beispielsweise bei Peickwitz und unweit von Niemtsch. Im Zuge der inzwischen seit Anfang 2016 laufenden Beobachtungen kamen Funde im Seewald-Gebiet bei Grünewalde, bei Guteborn und in der Nähe von Hohenbocka hinzu. „Allerdings erneut jeweils nur Einzeltiere“, schränkt Jentsch ein.

Die Naturschützer sind bei der Schlangensuche auf die Hilfe der Bevölkerung angewiesen. Seit dem Jahr 2016 seien inzwischen 82 Hinweise eingegangen, allerdings erst wenige im laufenden Jahr. Jetzt bittet die Behörde wieder um Meldungen von Funden (03541 8703485).

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