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Lyrikfestival

Im Rausch von Worten und Klängen

Autorenrunde mit Renate Hensel, Alexander Kiensch, Bettine Reichelt, Wolfgang Wache, Bernd Lunghard, Benedikt Dyrlich, Stefan Reschke (v. l.)FOTO: Jana Arlt

Senftenberg. Besucher waren beim 6. Senftenberger Lyrikfestival mit allen Sinnen dabei.

(red/br) „Wir gingen am Abend beschenkt auseinander“, schreibt die Leipziger Autorin Bettine Reichelt. Doris Simke formuliert, überwältigt von der Vielfalt der Eindrücke und Gedanken vom Lausitzer Lyrikfestival, knapp: „War heute sehr interessant!“

Beim 6. Lausitzer Lyrikfestival am Wochenende ging es in der Begegnungsstätte & Galerie Marga hauptsächlich ums Hören. Hörspiel, Lyrik und Klang, multimediale Leseperformance, Podiumsdiskussion und andere Formen der Vermittlung des geschriebenen Wortes füllten den neu geschaffenen Bühnenraum im ehemaligen Kaufhaus der Gartenstadt, informiert Yana Arlt, neben Wolfgang Wache Hauptorganisatorin des Festivals. Ihnen sei bewusst, dass das Programm nur einige Interessierte und Engagierte lockt. Diese sind aber mit allen Sinnen dabei, genießen den Austausch mit Kulturmachern, Künstlern, Kunstfreunden und Ortschronisten, heißt es weiter. Gemeinsamkeiten werden festgestellt, Unterschiede ausgelotet in den Schwierigkeiten, im Bewältigen von Problemen, im Erleben eigener Arbeit. Immer wieder wird nach Wegen gesucht, Menschen, egal welchen Alters, welcher Herkunft und welchen Bildungsstandes, für Kunst zu begeistern. Nicht nur dafür, zu Lesungen oder Hörspielabenden zu gehen, sondern auch selbst zu schreiben, zu malen, zu musizieren.

Bei einem sind sich die Dichter aus Bautzen, Dresden, Leipzig, Stuttgart, Potsdam, Senftenberg und Brieske-Marga einig: Ein eigenes Werk mit Kopf und Händen zu erschaffen ist das Allerschönste, ganz abzutauchen in die eigene Gedanken- und Gefühlswelt. Wenn dann beim Vortrag der Geschichte, des Gedichts auch noch aufmerksame Zuhörer vor der Bühne sitzen und applaudieren, die Kollegen einem Achtung entgegenbringen, dann ist das ein Rausch, der gern öfter als nur ein Mal im Jahr erlebt werden möchte.

(red/br)
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