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Probleme der Lausitzer Bauern

Landwirte in Existenzsorge

Thomas Domin (l.) zeigt anderen Landwirten, Kreistagsabgeordneten, dem Vorstand des Südbrandenburger Bauernverbandes und dem Landrat die Schutzpflanzungen auf seinen Feldern.FOTO: Kupfer Renate / Rudolf Kupfer

Senftenberg. Die extreme Trockenheit, steigende Pacht- und Bodenpreise und immer wieder Wildschäden: Die Bauern der Lausitz stehen vor einem Bündel von Problemen und suchen nach Lösungen.

Die enormen Ernteausfälle in den beiden zurückliegenden Jahren bringen die Landwirte in der Region zunehmend in eine existenzbedrohende Lage. „Deshalb ist es besonders wichtig, gemeinsam nach Lösungen und Wegen für die weitere Entwicklung der Landwirtschaft zu suchen“, so der Vorsitzende des Bauernverbandes Südbrandenburg, Thomas Goebel. Unter diesem Vorzeichen fand jetzt das jährliche Treffen mit Landrat Siegurd Heinze (parteilos) im Landwirtschaftsbetrieb von Thomas Domin in Peickwitz statt. Durch die Mitwirkung im Forschungsprojekt der BTU Cottbus-Senftenberg „Aufwerten-Agrarforstsysteme“ hat dieser Betrieb in den letzten Monaten bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt.

Allein schon optisch wirken die im Rahmen dieses Vorhabens angelegten Schutzstreifen beim Betriebsrundgang wie grüne Oasen in einer ausgetrockneten Landschaft. Das nun beendete fünfjährige Projekt hat wichtige Ergebnisse gebracht, aber auch neue Fragen aufgeworfen und sollte deshalb weitergeführt werden, so Domin.

Zu den ungelösten Problemen gehört etwa der Absatz der hier anfallenden Hackschnitzel. Es gibt derzeit noch keinen Markt dafür. Unbefriedigend seien auf diesen Flächen die Erträge bei Silomais mit 70 Dezitonnen je Hektar. Damit könne die betriebliche Biogasanlage nicht ausreichend versorgt werden und rentabel arbeiten. Deshalb wird sie nun aus der Produktion genommen, so Landwirt Thomas Domin.

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