ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Universität

Lieber Technik als Medizin

In Senftenberg könnten künftig auch angehende Mediziner ausgebildet werden. FOTO: BTU Cottbus-Senftenberg

Senftenberg. Senftenberger Abgeordnete setzen an der BTU auf die technischen Studiengänge. Doch der Medizin wollen sie sich nicht verschließen. Bürgermeister Fredrich verhandelt bereits.

Medizinerausbildung in der Seestadt ja, aber nicht auf Kosten technischer Studiengänge: Das ist die überwiegende Meinung der Senftenberger Stadtverordneten. Sie sprechen sich für die Initiative der Brandenburger Landesregierung aus, einen Teil der medizinischen Hochschulausbildung an der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) anzusiedeln. Möglichst weite Teile sollen davon in Senftenberg heimisch werden. So steht es in einem Antrag der CDU/FDP-Fraktion. Ab dem Studienjahr 2023/2024 könnte demnach die Medizinerausbildung an der BTU starten. „Ein großer Teil der dafür benötigten Infrastruktur ist bereits vorhanden“, sagt der CDU-Stadtverordnete Andreas Pfeiffer.

„Der medizinische Aspekt ist wirklich eine gute Idee“, kommentiert der ausgeschiedene Stadtverordnete Prof. Peter Biegel (SPD), der an der BTU Maschinenbau lehrt. „Aber Senftenberg ist dafür zu klein. Wir brauchen die technischen Studiengänge. Hunderte Absolventen leben in unserer Stadt und entwickeln diese weiter.“ Ohnehin hatten die Abgeordneten in den vergangen 30 Jahren dafür gekämpft, dass diese Studiengänge nicht von Senftenberg nach Cottbus verlagert werden. Biegel betont, dass schon deshalb eine schützende Hand auf die Universität gelegt werden müsse.

Ins gleiche Horn stößt auch Norbert Philipp (Wir für Senftenberg/Grüne): „Die technischen Richtungen dürfen nicht nach Cottbus abgezogen werden. Denn wir haben die Betriebe, die im Hinterland der BTU stehen und von den Absolventen profitieren.“

top