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Katrin Schöning ist längst nicht die einzige, die sich stark macht gegen die Verkaufspläne. Mehrere betroffene Nachbarn haben sich zu einer Art Eigentümergemeinschaft zusammengeschlossen. Einer der Wortführer ist Christian Schletter. Der 65-Jährige bezeichnet das Bauvorhaben als einen „massiven Eingriff in unser homogenes und intaktes Wohngebiet“. Als das neue Wohngebiet Mitte der 1990er-Jahre entstanden war, sei alles nach einem gültigen Plan korrekt umgesetzt worden. Die Straßenführung, die Baufelder und auch die Grünflächen und Bepflanzungen seien, wie von Planern entworfen, korrekt angelegt worden. Diese Überlegungen ignoriere die Stadt jetzt. „Darüber empören wir uns sehr“, sagt Christian Schletter.

Scharfe Kritik üben die Buchwalder auch an dem geplanten Rückbau des Spielplatzes, der nur in kleinerer Form, etwa 150 Meter entfernt, wieder entstehen soll. Der jetzige Spielplatz sei Anziehungspunkt für viele Familien. „Wie passt diese Maßnahme zu einer kinderfreundlichen Kommune, einem Titel, mit dem die Stadt ja sehr aktiv wirbt“, fragt etwa Florian Schöning.

Hinzu kommt, sagt Christian Schletter, dass die dort wachsenden Sträucher und Gehölze ein
Rückzugsgebiet für zahlreiche seltene Vögel und Insekten sind. Der Spielplatz mit seiner Bepflanzung stelle im Verbund mit der Streuobstwiese ein Biotop dar. Das Bauvorhaben käme einem Herausreißen von Teilen der grünen Lunge gleich. „Wir bitten die Stadt Senftenberg dringend, davon Abstand zu nehmen“, formuliert Schletter in einem Brief an das Stadtoberhaupt.

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