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Senftenberger See

„Es gibt keinen Plan B für den See“

Der neue LSB-Verbandsvorsteher Detlev Wurzler wird bereits zu Beginn seiner Amtszeit mit massiven Problemen konfrontiert. Oberstes Ziel ist jetzt die Seefreigabe zum 1. April 2019. FOTO: Richter-Zippack

Senftenberg. Was wäre, wenn der Senftenberger See zum 1. April 2019 touristisch nicht genutzt werden könnte? Eine Katastrophe, sagt Verbandsvorsteher Detlev Wurzler vom Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg im Interview. Derzeit ist das Gewässer aufgrund der Rutschung vom September komplett gesperrt.

Wie empfinden Sie die aktuelle Situation am Senftenberger See?

Wurzler Die Stimmung ist zwiespältig. Zum einen hoffen wir alle natürlich, dass der See ab April wieder komplett nutzbar sein wird. Das besitzt allerhöchste Priorität. Zum anderen habe ich aber arge Bedenken, wenn ich auf den aktuell zu niedrigen Wasserstand schaue. Denn es fehlen rund zwölf Zentimeter bis zum Mindestwasserstand von 98,3 Metern über Normalnull. Bleibt der See darunter, kann er nicht genutzt werden.

Warum wird das notwendige Wasser nicht aus der Schwarzen Elster eingeleitet?

Wurzler Das liegt einerseits an der extremen Dürre. Die Bergbausanierer von der LMBV haben bereits Wasser aus dem Partwitzer und dem Geierswalder See zur Gefahrenabwehr eingeleitet. Dieses Potenzial ist aber erschöpft. Aus der Schwarzen Elster darf kein Wasser für den See entnommen werden, sagt das Brandenburger Landesamt für Umwelt. Eigentlich müsste schnellstens damit begonnen werden, eine Menge von 200 Litern pro Sekunde in den See einzuleiten, damit er innerhalb von drei Monaten die Mindestwassergrenze erreicht. Aufgrund der kontinuierlichen Einleitung von Wasser aus der Rainitza am Wehr in Buchwalde und dem Einleiten von Grundwasser der Horizontalfilterbrunnen in Brieske in die Pößnitz im weiteren Verlauf der Schwarzen Elster wird in Schwarzheide die erforderliche Menge an Wasser, das die Schwarze Elster benötigt, erreicht. Es könnte also problemlos ein Teil des Wassers, dass in Kleinkoschen in der Elster fließt, in den See gegeben werden.

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