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„Fliegende Werkstatt“ nimmt Kurs auf Amerika

Volle Windkraft voraus für Firma aus Ruhland

Monteur Michael Schramm fühlt sich auf der „fliegenden Werkstatt“ für Rotorblätter fast wie zu Hause. Servicearbeiter einer polnischen Partnerfirma sind am Dienstag von ihm in Ruhland geschult worden. FOTO: Rasche Fotografie / STEFFEN RASCHE

Ruhland. Fliegende Werkstatt, Windgondel, Ufo, Fahrstuhl für Windräder - die Wortschöpfungen rund um die Erfindung des Ruhlander Startup-Unternehmens WP Systems sind bunt. Die Wartungsplattform ist schon am Polarkreis zum Einsatz gekommen.

Den Kampf mit den Windmühlenflügeln haben sie für sich entschieden. Die beiden Don Quijotes der Windkraft, Ole Renner und Holger Müller, haben den Gegenwind in der Gründerzeit ausgehalten und sich samt ihrer verrückten Idee niemals umpusten lassen. Ihr junges und innovatives Start-up WP Systems ist nach dreieinhalb Jahren sicher am Markt platziert.

Mit ihren Ideen konnten sie im Vorjahr sogar einen polnischen Milliardär überzeugen und ihn mit in ihre geschlossene Wartungs-Gondel holen. „Fünf Millionen Euro hat er in unseren Laden reingebuttert“, sagt Geschäftsführer Ole Renner am Dienstag vor der Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) nicht ohne Stolz.

Der High-Tech-Lift hebt  für Schulungszwecke vom Boden ab. Am Turm einer Windkraftanlage aufgehängt, fädelt er sich von unten ins Rotorblatt ein, wird bis zum Leck hochgezogen und umschließt bei der Reparatur den Flügel. Damit kann ganzjährig am Rotorblatt gearbeitet werden – eine Revolution in der Windbranche. FOTO: Rasche Fotografie / STEFFEN RASCHE
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