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Laufen für Schule im Tschad

Gehen, soweit die Füße tragen

Celine Machill (M.) ist an ihrem 19. Geburtstag beim 24-Stundenwandern gemeinsam mit ihrem Freund dabeigewesen. Sie startete für das OSZ-Lausitz, das Sozialarbeiter Mario Stefan (v.l.) angeführt hat. FOTO: Peter Aswendt

Senftenberg. Zum zweiten Mal hat das Lauf- und Spendenprojekt „Wasser Marsch“ gefruchtet. Wandern geht auch als Geburtstagsparty. Jugendliche laufen 1561 Kilometer.

Ein außergewöhnliches Projekt des Jugendamtes des Landkreises hat am Wochenende eine Schule im zentralafrikanischen Tschad unterstützt. Direkt in Krisengebieten helfen, das möchten viele sozial engagierte Menschen. Für das Projekt „Wasser Marsch“ des Jugendamtes hatte sich bereits im vorigen Jahr eine ganz konkrete Möglichkeit ergeben: „Wir haben Kontakt zu einem Sozialarbeiter, dessen Sohn im Tschad, in Zentralafrika, in einer Hilfsmission arbeitet“, beschreibt Steffen Lachmann, Sozialarbeiter beim Landkreis, den Werdegang.

Der Kontakt ist Fred Hocker, Sozialarbeiter und Gruppenleiter beim Zentrum „Jugend forscht“ in Lauchhammer. „Mein Sohn Simon hat mir von den Zuständen an der Schule Saar-Goyen erzählt“, erinnert sich Hocker. Vom Gedanken beseelt, etwas zu tun, was ohne Umwege als Hilfe bei den Betroffenen ankommt, wurde der Kontakt zum Senftenberger Jugendamt geknüpft. Heraus kam das Projekt „Wasser Marsch“, das dieses Jahr seine zweite Auflage erlebt. Mit der Premiere im vorigen Jahr wurde ein Unterrichtsraum finanziert. In diesem Jahr kommt ein weiterer dazu, es wird Geld für einen Trinkwasserbrunnen erlaufen.

Die Idee von Steffen Lachmann und seine beiden Mitstreiterinnen Anett Fiehn und Maren Reichelt ist simpel: Die Jugendlichen laufen in 24 Stunden so weit, wie ihre Füße sie tragen. Sponsoren aus dem täglichen Leben oder der Wirtschaft geben einen Betrag pro gelaufenen Kilometer und Teilnehmer.

(asw)
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