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Auch heute noch hängt die wirtschaftliche Lage des Lausitzer Traditionsunternehmens am Tropf der Weltpolitik. Währungsschwankungen zwischen dem Dollar und dem Euro oder Handelsbarrieren, etwa zwischen Europa und Russland, beeinflussen auch das Ort­rander Geschäft. „Wenn man wachsen will, braucht man einen freien Handel“, glaubt Muschter. Auch die sich abzeichnende Entwicklung weg vom Verbrennungsmotor hin zur Elektromobilität könnte in Zukunft Auswirkungen auf den Absatz haben. Aktuell ist der Automotivguss noch der umsatzstärkste Geschäftsbereich. Der Markt heute sei einfach „viel unsicherer“ geworden und nicht mehr so kalkulierbar. „Wir haben uns aber ständig neuen Herausforderungen zu stellen und anzupassen“, sagt Jens Muschter.

Mit Sorge blickt die Führungsspitze auch auf die aktuellen Diskussionen um den Kohleausstieg. Für das Industrieunternehmen seien die Versorgungssicherheit und ein wettbewerbsfähiger Strompreis entscheidende Faktoren, um auf diesen Märkten erfolgreich zu sein. Geschäftsführer Bernd H. Williams-Boock kritisiert: „Es gibt aktuell kein schlüssiges Konzept, wie diese beiden Faktoren ohne die Lausitzer Braunkohle garantiert werden können - ganz zu schweigen von den zusätzlichen Bedarfen, die die Mobilitätswende und die Wärmewende mit sich bringen werden. Insoweit sind positive Entscheidungen zur Lausitzer Braunkohle für die Hütte immens wichtig.“ Die Ortrander Eisenhütte erschmilzt ihr Eisen mit umweltfreundlichen Elektroöfen. Sie braucht dafür etwa 48 Gigawattstunden im Jahr. „Insoweit sind positive Entscheidungen zur Lausitzer Braunkohle für die Hütte immens wichtig“, sagt Williams-Boock.

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