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Wie in alten Zeiten

Besonders an Zeugnistagen ist die alte Schule im Schloss begehrt

Wie es sich früher im Schulalltag anfühlte und sogar mit einheitlicher Schulkleidung auf der Schulbank saß – das erlebten am Mittwoch die Schüler Fynn, Zoe und Lara bei Museumspädagogin Romy Walther. FOTO: Arlt Martina

Spremberg. Speziell für Grundschulen und Kindergärten wird im Kreismuseum in Spremberg eine Zeitreise im Klassenzimmer angeboten.

Wie schreibt es sich auf einer Schiefertafel mit Griffel? Wie sieht einheitliche Schulkleidung von früher aus? Wie schreibt man die Sütterlinschrift? All diese Dinge erfuhren die Kollerbergschüler der Klasse 4a imSpremberger Schloss. Museumspädagogin Romy Walther bietet seit fünf Jahren Schulen und Kindergären ein Projekt an, das sich mit dem „Schulalltag früher und heute“ beschäftigt.

Dazu haben sie sich schon längst Raritäten in ihrem Fundus zugelegt wie eine alte Schulbank aus den 50er-Jahren oder eine originalgetreu nachgebaute Tafel, die Buchstaben in der Sütterlinschrift zeigt. Auch alte Schulranzen und Brottaschen aus Leder sind immer wieder für die Schüler interessant.

Galina Reisig verstand es bestens, die alte Schulkleidung aus längst vergangenen Zeiten mit weißer Schürze zu schneidern. Auch ein Kostüm zum Schandeselsitzen wurde zur Demonstration geschneidert. „Diese Kluft bekam dann der Schüler an, der nicht lernen wollte. Er war sozusagen der Klassenesel. Das war früher sehr peinlich und unangenehm“, erzählt Romy Walther.. „Auch unser Holz zum Knien diente für Züchtigungen.“ Auf diesem Stück Holz mussten dann die Schüler knien  – „und das tat richtig weh“. So sollten die schlechten Schüler bestraft werden. „Nach unseren Projekttagen probieren es immer wieder unsere Schüler gern einmal aus, wie es sich auf so einem harten Stück Holz anfühlt.“

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