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Arbeiten mit Holz

Sie können hämmern und singen

Das Archäotechnische Zentrum macht es möglich: Die 13-jährige Lourdes schlägt schwungvoll Nägel ins Kiefernholz. FOTO: LR / Annett Igel-Allzeit

Welzow. Holzprojekt im Archäotechnischen Zentrum in Welzow hilft bei der Berufswahl.

Mutig schwingt die 13-jährige Lourdes den Hammer. Nicht immer trifft sie den Nagel auf den Kopf. Lachend wischt sie sich den Schweiß von der Stirn. Aber zwei Drittel des Nagels stecken schon fest im Kiefernholz.

Zehn Jungen und acht Mädchen der Klasse 8 a der Sachsendorfer Oberschule aus Cottbus verbringen derzeit eine Projektwoche in Welzow. Das Archäotechnische Zentrum (ATZ) hatte sich darum beworben, mit den Schülern im Rahmen des Förderprogramms Initiative Sekundarstufe I (Inisek I) berufsvorbereitend werkeln zu können und mit dem Thema „Arbeiten mit Holz“ prompt den Zuschlag bekommen. Der Historiker und Archäologe Hans Joachim Behnke, seit 2011 Leiter des ATZ, zeigt eine technische Zeichnung zu einem Naturbeobachtungssitz. Drei davon entstehen in diesen Tagen und sollen im Wald um Greifenhain ihren Platz finden. Zuerst vorgestellt hat er den Mädchen und Jungen Sägen, Hammer, Schrauben, Nägel und verschiedene Messwerkzeuge. Dann erklärte er die Statik – mit Dreiecken und Vierecken, die den Schülern aus dem Mathematikunterricht vertraut sind.

„Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben eine technische Zeichnung versucht und dann über mich selbst gestaunt, dass ich so gut darin bin“, erzählt Anna. Immer mal wieder rollt sie mit ihren Schultern: „Am Morgen nach dem ersten Tag bin ich mit einem ordentlichen Muskelkater aufgewacht“, erzählt sie. Der 15-jährige Leon genießt das Projekt: „Arbeiten mit Holz und in der Natur und dass wir hier alle so zusammen etwas schaffen, das gefällt mir“, sagt er. Hans Joachim Behnke, der ihn bei seinen Holzarbeiten beobachtet hat, ermuntert ihn, mal über den Beruf Tischler nachzudenken. Der 13-jährige Fabrice aus Drebkau denkt über den Beruf Verkäufer nach – „in einem Drogeriefachhandel oder in einem Bau- und Gartenmarkt“. Ihm macht im großen grünen Klassenzimmer des ATZ das Sägen Spaß. „Aber auch die Tour in den Wald war ein Erlebnis“, sagt er.

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