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Kino in Spremberg

Die deutschen Filme überraschen

„Drachenzähmen leicht gemacht“ gehört zum beliebten Ferienprogramm des Spremberger Spreekinos. In Szene setzen den Film die Techniker Nico Hartenstein, Markus Deeng und Christian Wolff. FOTO: LR / Annett Igel-Allzeit

Das Spreekino in Spremberg zieht viele Sachsen an. Montagearbeiter sind Stammkunden.

Im Spreekino riecht es nach Popcorn. Ein kleiner Lockenkopf atmet ganz tief Kinoluft ein. Er trägt den bis über den Rand gefüllten Pappeimer wie eine Trophäe vor sich her. Oma wartet vorm Kinosaal. In den brandenburgischen und sächsischen Winterferien laufen viele Filme für Kinder in Spremberg: 15 sind im Spreekino im Angebot, darunter  „Immenhof“, der dritte Teil „Drachenzähmen leicht gemacht“, „Mia und der weiße Löwe“.

„Am Morgen hatten wir 300 Kinder hier. Sie durften sich vorab entscheiden, welche Filme sie sehen wollen. Die Horte nutzen uns in den Ferienspielen“, sagt Katja Frank, die Theaterleiterin. Wenn dann noch die Spremberger Feuerwehr auf „Feuerwehrmann Sam“ ganz groß reagiert, ist die Welt in Ordnung. Stadtwehrführer Frank Balkow lobte das Zusammenspiel mit dem Spreekino jüngst in seiner Jahreshauptversammlung.

Knapp 50 000 Besucher hatte das Spreekino 2018. „Es hätten mehr sein können, aber wir hatten die Fußball-Weltmeisterschaft, einen heißen Sommer, und  es liefen gar nicht so viele gute Filme an“, sagt Markus Deeng. Er ist einer drei Techniker, die Katja Frank „meine Jungs“ nennt. Alle drei hatten ganz persönliche Lieblingsfilme. Peter Hase sei toll gewesen, sagt Christian Wolff, „und zwar für alle Generationen“. Michael Herbigs deutscher Thriller „Ballon“ überzeugte Nico Hartenstein. Der Film erzählt die Flucht der DDR-Familien Strelzyk und Wetzel nach Westdeutschland im selbstgebauten Heißluftballon. Überhaupt seien die deutschen Filme im Vorjahr besonders beliebt gewesen. „Til Schweiger zieht, und Matthias Schweighöfer zieht noch viel mehr“, sagt Christian Wolff. „Der Gundermann-Film hat uns alle überrascht“, sagt Katja Frank. Für Markus Deeng war „Bohemian Rhapsody“ der absolute Höhepunkt – die Biografie des Musikers Freddie Mercury. Deeng will das gar nicht breit reden, sondern nickt einfach bedächtig im Takt von „Love of My Life“.

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