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Spremberg

Kunststoff unter 300 Megapascal

Spremberg. Spremberger Hippe KG dankt zum 25-jährige Bestehen Mitarbeitern und ihren Familien.

Ein winziges Stück Kunststoff beginnt zu vibrieren. Es ist fest eingespannt. Die Sommerfest-Besucher des physikalischen Labors der Spremberg Erhard Hippe KG schauen gespannt durch die Schutzscheibe, während die Druckanzeige über 200 und 300 Megapascal klettert. Ein Knacken, viele zucken zusammen. Doch diese Kunststoffprobe hat viel Druck ausgehalten.

Die Eberhard Hippe KG produziert Schichtpressstoffe und Faserverbundstoffe. Hartpapier, Baumwoll- und Glasgewebe werden dafür mit Harzen verbunden – zu Platten, Vollstäben, Rohren und seit 1995 auch in Spremberg. Der 72-jährige Geschäftsführer Michael Hippe fühlt sich inzwischen als Spremberger. Zum 25-jährigen Bestehen im Industriegebiet Ost hat er seine Mitarbeiter mit ihren Familien zu einem Sommerfest auf das Werksgelände eingeladen. Riesig sind die Glaskübel mit der Schlagsahne, lecker die Torten. Michael Hippe schüttelt viele Hände, auch die von Alt-Bürgermeister Egon Wochatz. „Wenn Sie nicht gewesen wären, Herr Wochatz, dann wären wir gar nicht hier“, sagt Michael Hippe.

Erhard Hippe hatte 1935 in Dresden das Unternehmen gegründet und 1946 die Übersiedlung der Firma nach Hannover begleitet. 1985 wurde schließlich im niedersächsischen Hildesheim, rund 40 Kilometer entfernt von Hannover, ein ganz neues Werk auf 9500 Quadratmeter Produktionsfläche gebaut. Nach der politischen Wende blickte Michael Hippe in den Osten. Am 1. August 1993 übernahm er in Spremberg den Betrieb, der in der Gartenstraße duroplastische Schichtpressstoffe herstellte. 24 Mitarbeiter hatte das Unternehmen noch. Die Gebäude waren nicht mehr zu halten. Pressen aber konnten gerettet werden.

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