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Einsatz für die Dorfgeschichte

Proschimer kämpfen um Brücke

Marianne Kapelle und Erhard Lehmann wollen die Brücke erhalten. FOTO: LR / René Wappler

Welzow. Einwohner wehren sich unbeirrt gegen den geplanten Abriss des Bauwerks.

Ein Beschluss lässt sich auch kippen. So argumentieren die Einwohner von Proschim, die sich gegen den Abriss der Kohlebahnbrücke am Ortseingang wehren. Zwar hat sich die Mehrheit der Welzower Stadtverordneten dafür ausgesprochen, die marode Brücke zu entfernen. Doch der frühere Ortsvorsteher Erhard Lehmann, ein CDU-Mitglied, will sich damit nicht abfinden.

Noch immer zeugen die Kratzer an der Brücke von dem Fahrzeug, das sie rammte. Erhard Lehmann steht vor dem Bauwerk am Rande von Proschim, und er deutet oben, wo sich die Schrammen eingegraben haben. „Wir wissen nicht, woher das Fahrzeug stammt, weil es einfach weiter seine Reise fortsetzte“, sagt er. „Aber das war der Moment, der die Brücke aus ihren Lagern riss.“

Seit vier Jahren ist sie gesperrt. Eine Prüfung ergab damals die Zustandsnote 4,0, gleichzusetzen mit einem Verfall, der sich durch Reparaturen nicht mehr aufhalten lasse. In den Unterlagen des Rathauses heißt es: „Damit werden mindestens Instandsetzungen durch Austausch der defekten Bauteile notwendig.“ Als Ursachen für diese Note gelten Aufprallunfälle und von Pilz befallenes Holz. Die Aring Bauplanungsgesellschaft prüfte im Auftrag der Stadt Welzow,  ob sich die Brücke retten läst. Schließlich entschieden sich die Stadtverordneten für den Abriss.

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