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Abwasser Welzow

Welzow muss nachbessern

Welzow. Kommunalaufsicht lehnt Vereinbarung zur öffentlichen Abwasserentsorgung erst einmal ab.

Dass sich Sprembergs Wasser- und Abwasserzweckverband (SWAZ) um die dezentrale Abwasserentsorgung der Welzower kümmert, muss auf den 1. Juli verschoben werden. Laut Kommunalaufsicht des Landkreises Spree-Neiße sei die öffentlich-rechtliche Vereinbarung, um die sich Welzow und der SWAZ-Verbandsvorsteher Bernd Schmied bemühten, zum 1. Januar 2019 „aufgrund der Rechtswidrigkeit einzelner Regelungen nicht genehmigungsfähig“. Welche Punkte es betrifft, wissen weder der SWAZ noch die Stadt. „Die Gründe werden schriftlich mitgeteilt“, so die Pressestelle des Landkreises.

Im Trinkwasser-Bereich ist die Stadt am Tagebau gestandenes Mitglied in Sprembergs Verband. Die Abwasserentsorgung jedoch regelt der Eigenbetrieb Abwasser Welzow. Während 87 Prozent der Einwohner am Abwasserkanal hängen, entsorgen 431 Stadtbewohner auf 209 Grundstücken in Kleinkläranlagen und Sammelgruben. Sie will der SWAZ in den großen Tourenplan aufnehmen. Welzows Ortsteil Proschim gehört samt Kleinkläranlagen und Gruben bereits zum SWAZ und steht mittwochs im Tourenplan.

Die Lidzba Reinigungsgesellschaft mbH hatte zum 1. Januar 2018 den Zuschlag bekommen, bis Ende 2021 Fäkalschlamm und -wasser für den SWAZ absaugen zu dürfen. Trotz europaweiter Ausschreibung war die Leistung teurer geworden. Im Raum Spremberg stieg die Entsorgungsgebühr für Sammelgruben von 7,66 auf 8,93 Euro pro Kubikmeter, für Kleinkläranlagen von 22,27 auf 23,52 Euro pro Kubikmeter. „Neben Maut und Sprit muss Lidzba seine Fahrer besser bezahlen, um sie zu halten“, weiß Bernd Schmied.

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