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Gesundheitsamt Spree-Neiße fordert weitere Untersuchungen

Chemiekalie im Trinkwasser aus dem Industriepark Schwarze Pumpe

Weitere Proben des Trinkwassers aus Schwarze Pumpe sollen Klarheit bringen. Abnehmer gibt es im Raum Weißwasser und Hoyerswerda ebenso wie im Bereich Senftenberg. FOTO: dpa / Lino Mirgeler

Spremberg. Im Trinkwasser des Wasserwerks Schwarze Pumpe Epichlorhydrin festgestellt. Die Chemikalie gilt als krebserregend. Das Gesundheitsamt hat dem Bergbauunternehmen Leag nun eine Frist gesetzt.

Das Trinkwasser aus dem Wasserwerk Schwarze Pumpe der Lausitz Energie Bergbau AG (Leag) darf bis Ende Oktober einen leicht erhöhten Epichlorhydrin-Wert haben. Statt 0,0001 Milligramm je Liter, wie ihn die deutsche Trinkwasserverordnung als Grenzwert vorschreibt, gestattet das Gesundheitsamt Spree-Neiße bis zum 31. Oktober dem Wasserwerk in Schwarze Pumpe einen Wert von bis zu 0,000645 Milligramm je Liter. Wie das Bergbauunternehmen versichert, gefährde der höhere Grenzwert nicht die Gesundheit der Verbraucher.

Epichlorhydrin komme im Grundwasser selbst nicht vor, sagt die Leag in ihrer Pressemitteilung. Es sei eine synthetisch hergestellte Chemikalie. Sie gilt als krebserregend, soll auch genetische Schädigungen hervorrufen können.

Deshalb steht sie inzwischen auf der Liste der mehr als 20 Stoffe der europaweiten Richtlinie über den Schutz der Arbeitnehmer gegen Gefährdung durch Karzinogene oder Mutagene bei der Arbeit.

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