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Märkische Dichterstraße

Spremberg an der Dichterstraße

Spremberg ist die elfte Station der Märkischen Dichterstraße – mit einer ganzen Reihe Spremberger Autoren. Johanna Leu ließ die Plakette von Eckbert Kwast (r.) und Andreas Bränzel (l.) anbringen. FOTO: LR / Annett Igel-Allzeit

Spremberg. Johanna Leu vom Kulturfördervereins Mark Brandenburg bringt Plakette fürs Schloss mit.

Dass Egon Wochatz das noch erleben darf! Gern hätte der Altbürgermeister und ehemalige Fremdenverkehrsvereinsvorsitzende am Dienstag im Schloss Werner Bader (1922 - 2014) neben sich gehabt. Mit Bader, Autor und Journalist, der aus Haidemühl stammte, hatte Wochatz viele Jahre für die Märkische Dichterstraße geworben. Mitte der 90er-Jahre war sie im Frankfurter Kleist-Museum als literaturtouristisches Projekt gestartet. Vorbild war die Schwäbische Dichterstraße. 1996 zur Gründung des Erwin-Strittmatter-Vereins in Bohsdorf hofften die Initiatoren, dass die Dichterstraße 1998 steht. Doch es dauerte, Partner zu finden. Der erste Entwurf mit einer Karte der Dichterorte entstand in Spremberg und wurde 2004 der damaligen brandenburgischen Kulturministerin Johanna Wanka überreicht.

2010 entschloss sich der Kulturförderverein Mark Brandenburg, die Dichterstraße in die Realität umzusetzen. Im Görner Grafenstall im Havelland wurde die Arbeitsgruppe gebildet – Werner Bader, Gründer und Vorsitzender des Kulturfördervereins, leitete sie. Im Mai 2016 konnte die RUNDSCHAU endlich verkünden, dass der Strittmatter-Laden in Bohsdorf als erste Station der Märkischen Dichterstraße die Plakette bekommt. Johanna Leu, die den Vorsitz des Kulturfördervereins übernommen hatte, überbrachte sie als eine ihrer ersten Amtshandlungen.

Nun drei Jahre später in Spremberg: „Die Besucher sollen unsere Region als Land der Leser, Dichter und Denker wahrnehmen. Die deutsche Literaturgeschichte ist voll von Namen bedeutender Schriftsteller aus Brandenburg. Stellvertretend für sie sind fünf Köpfe auf der Tafel zu sehen: Theodor Fontane, Ernst von Wildenbruch, Brigitte Reimann, Erwin Strittmatter und Günter de Bryun“, zählt sie auf. Sie ermutigt die Spremberger nicht nur, sich mit dem literarischen Erbe zu beschäftigen, sondern sie bittet auch, ebenso das zeitgenössische Schaffen zu verfolgen. Nach der Verleihung weiterer vier Plaketten noch in diesem Jahr soll 2020 eine touristische Wanderkarte mit den nötigen Informationen zu allen Stationen entstehen, kündigt sie an.

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