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Spremberg

Hundert Trommler wirken nach

Die mehr als 100 Schlagzeuger in Spremberg haben 2007 nicht geahnt, dass sie auch für 2020 trommeln. FOTO: Arlt

Spremberg. Kulturausschuss begrüßt „Sound City“-Bewerbung, obwohl Festival Spremberg Geld kostet.

Die Erinnerungen an die Landesmusikschultage 2007 sind in Spremberg noch sehr lebendig. Mehr als 100 Schlagzeuger aus ganz Brandenburg trommelten damals  gemeinsam mit der Band „Bell Book & Candle“ gleichzeitig auf der Spremberger Freilichtbühne. Der Cottbuser Musiker und Lehrer Wolfgang Behrendt hatte das einschlagende Stück komponiert. Das Landesjugendsinfonieorchester, das Landesjugendjazzorchester, das Landesjugendblasorchester und das Landesjugendakkordeonorchester spielten. Junge Rock- und Popbands hatten ebenso ihre Auftritte wie die Preisträger des Wettbewerbes „Jugend musiziert“. Unter den insgesamt sechs Musicals, die an jenem Juliwochende zu erleben waren, war auch „Tuishi Pamoja“, das die Musik- und Kunstschule Spree-Neiße mit großer Besetzung und vielen Helfern einstudiert hatte. Sprembergs Stepptänzer „Flying Thunder Feet“ tanzten mit, aber auch sämtliche Kindertagesstätte der Stadt waren in kleinen Programmen zu erleben. Mancher Spremberger hat noch heute das Festival-T-Shirt im Schrank. Mit 60 000 Gästen galten diese 7. Landesmusikschultage als die bis dato größten.  „Das wollen wir wieder haben“ – so das einstimmige Votum des Spremberger Ausschusses für Bildung, Kultur, Sport und Soziales quer durch die Fraktionen für „Sound City“, wie die Landesmusikschultage inzwischen heißen, im Jahr 2020.

Peter Reininger (CDU) spürt sofort wieder Gänsehaut, wenn er sich an die vielen Schlagzeuger erinnert. Klaus-Dieter Peters (Vereinte Wählergruppen) betont das kostenfreie Musikerlebnis für die Spremberger Bürger. Monika Droese (Die Linke) sieht zwar die Kosten und den personellen Einsatz, der auf die Stadt zu kommen wird, kann aber als Lehrerin einfach nur zustimmen.

  Ende April hatte die Stadt vom Verband der Musik- und Kunstschulen Brandenburg aus Potsdam die Anfrage erhalten. Ende Juli kamen die Ausschreibungsunterlagen. Frank Kulik sieht viele Gründe dafür, dass Spremberg erneut dieses Landesfestival ausrichtet. „Es sind schon große Bands aus diesen Festivals hervorgegangen. Zugleich tun wir etwas für die kulturelle Daseinsvorsorge. Und es sind tolle Musikangebote, die unsere Bürger kostenfrei genießen können.“ Er versichert, dass das Festival, das vom 26. bis 28. Juni stattfinden soll, nicht das Heimatfest 2020 schmälern werde. Und die 2000 jungen Musiker werden Eltern, Großeltern, Freunde mitbringen. Damit wachse der Bekanntheitsgrad von Spremberg wieder ein Stück.

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