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Bürgermeisterin Christine Herntier hofft, dass viele junge Spremberger in der Region eine Ausbildung bekommen. Die Börse sei ein wichtiger Teil der Wirtschaftsförderung, der Jugendlichen hier Perspektiven zeigen kann. Weder sie noch Ralf Beyer von der Wirtschaftsförderung der ASG Spremberg wurden am Dienstag auf die Nachfrage konkret, welche Neuansiedlungen im Industriepark Schwarze Pumpe und im Industriegebiet Ost zu erwarten sind. „Aber es gelingt uns vermehrt, Investoren her zu holen“, sagt Christine Herntier. „Und der Standortfaktor Fachkräfte ist bei den Unternehmen, die bei uns nachfragen, an die erste Stelle gerückt“, ergänzt Ralf Beyer. Aus seiner Sicht zeigte die Papierfabrik Hamburger Rieger bei ihrer Suche nach Fachkräften für die zweite Papiermaschine mit einer Altersgrenze von bis zu 55 Jahren, wie groß die Not inzwischen ist.

Bestehende Unternehmen, so die Bürgermeisterin, sollten deshalb ruhig breiter ausbilden. Sie nennt als Berufsbeispiele Maschinenführer, Verwaltungsfachangestellte, Mechatroniker, Köche, Maurer, Beamte im technischen Dienst, Facharbeiter für Logistik, Metallbauer und Konstruktionstechniker, die in vielen Betrieben gebraucht werden.

Aber auch die Berufsorientierende Oberschule auszubauen, sei angesichts des Fachkräftemangels  wichtig. Der Schulerweiterungsbau ist politisch gewollt. Die Untersuchung des Schulstandortes sei in Auftrag gegeben. „Wir hoffen, dass sich der Bauausschuss noch in diesem Jahr mit den Ergebnissen beschäftigen kann“, sagt Bürgermeisterin Herntier.

Dass die ASG der Börse diesmal keinen Ausbildungsplatz beisteuert, dafür entschuldigt sich Ralf Beyer. „Wir haben unsere Stellen im Vorjahr besetzt – mit diesen jungen Leuten läuft es übrigens gut“, sagt er. Ähnlich gehe es auch anderen Firmen in Spremberg, die nicht in jedem Jahr dabei sind. Aber, so Sylke Rau, „acht neue Unternehmen sind dabei, die im Vorjahr fehlten.“

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