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Spreegas

Gasanbieter setzt mit auf Strom

Bei einem Tag der offenen Tür hat die Spreegas ihre Anlage bei Frauendorf gezeigt. Weitere sollen bei Sergen, Kostebrau und Drieschnitz-Kahsel folgen.FOTO: zvg

Spree-Neiße. Die Spreegas investiert derzeit kräftig in Solarstrom. Dabei geht es aber um mehr als nur Stromverkauf – mit neuen Technologien soll die Infrastruktur des Gasversorgers auch zur Energiespeicherung genutzt werden.

In Frauendorf wurde bei einem Tag der offenen Tür stolz die jüngste Investition gezeigt. In dem Ortsteil der Gemeinde Neuhausen/Spree entstand auf 17 Hektar Fläche eine Anlage, die zehn Megawatt Strom erzeugen kann. Insgesamt hat der Gasversorger im Bereich des ehemaligen Bezirks Cottbus Anlagen für 33 Megawatt Stromerzeugung installiert oder den Zuschlag dafür bekommen. In den kommenden zwei bis drei Jahren soll das Ziel erreicht werden - und das lautet 40 Megawatt, so Spreegas-Geschäftsführer Bodo Pawlowski.

Dabei denkt Pawlowski über die Stromerzeugung hinaus. Durch neue Technologien könnte die vorhandene Infrastruktur des Gasversorgers auch als Energiespeicher genutzt werden, also die Lücke zwischen Stromerzeugung und Strombedarf schließen, die momentan noch Probleme bei der Versorgungssicherheit von Energeie aus regenerativen Quellen bereitet.

Wo die Voraussetzungen stimmen, könnte neben der Stromerzeugung auch die Infrastruktur für die Speicherung entstehen. Elektrolyse-Anlagen, die beispielsweise Wasserstoff erzeugen, der wiederum mit Gas vermengt in den Gasspeichern gelagert wird, würde die Wertschöpfungskette in der Region erweitern. Damit könnte die Spreegas auch ihre Anlagen effizienter nutzen - immerhin 80 Prozent der Spreegas-Bilanz macht das Anlagevermögen aus. Direkt oder indirekt über den Mehrheitsgesellschafter Gasag verfolgt die Spreegas rund 130 Forschungs- und Versuchsprojekte auf diesem Gebiet, die bereits bundesweit laufen. Erste Gespräche zu einem eigenen Projekt gibt es derzeit zwischen Gasag und BTU Cottbus-Senftenberg.

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