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Einkaufen in der Region

Händler beklagen strenge Regeln

Thomas Berges leitet den Rewe-Markt in Ströbitz. „Wir öffnen bis Mitternacht, weil es sich auszahlt“, sagt er. FOTO: René Wappler / LR

Cottbus/Spree-Neiße. Vertreter der Branche in der Lausitz wünschen sich Öffnungszeiten nach ihrem eigenen Bedarf.

Fachleute aus der Handelsbranche in der Lausitz sprechen sich dafür aus, die Öffnungszeiten von Geschäften völlig zu liberalisieren. Sonst bestehe die Gefahr, auf lange Sicht von Internetangeboten verdrängt zu werden. Zudem zeige die Erfahrung der vergangenen Jahre, dass die Kunden gern bis spät in den Abend hinein einkaufen.

Bis 24 Uhr öffnet Thomas Berges seinen Rewe-Markt im Cottbuser Stadtteil Ströbitz. Der selbstständige Kaufmann sagt: „Für uns hat sich das eindeutig ausgezahlt.“ So wachse die Zahl der Kunden am späten Abend seit mehreren Jahren deutlich. Das mag mit dem Standort des Supermarkts zusammenhängen. Er befindet sich in der Nähe der Cottbuser Uni und des Staatstheaters. „Viele Leute erledigen tatsächlich ihre Einkäufe bei uns, nachdem sie eine Vorstellung besucht haben“, erklärt Thomas Berges. „Dabei befürchteten wir am Anfang noch, dass uns nur die Kunden der umliegenden Tankstellen besuchen werden.“

Ähnlich äußert sich Janina Wickel von der Unternehmenskommunikation bei Kaufland. Die Öffnungszeit der Filialen bis 22 Uhr entspreche sowohl in Cottbus als auch in Spremberg „den mehrheitlichen Verbraucherwünschen“, teilt sie mit. „An ausgewählten Standorten haben unsere Filialen sogar bis 24 Uhr geöffnet.“ Damit wolle Kaufland den Kunden einen zusätzlichen Service bieten. Die verlängerten Öffnungszeiten kämen vor allem den berufstätigen Kunden entgegen. Generell stellt Janina Wickel fest, dass an Tagen vor den Wochenenden und den Feiertagen sowie im Sommer mehr Kunden in den Abendstunden zum Einkaufen kommen.

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