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Gäste stellen ihr Modell einer Online-Verkaufsplattform vor

Plan für Internet-Kaufhaus reift

Jens-Uwe Winkler wünscht sich ein Internetportal für regionale Händler, wie es in Nordrhein-Westfalen bereits existiert.FOTO: Wappler / LR

Spremberg. Der Spremberger Händler Jens-Uwe Winkler lässt sich in Nordrhein-Westfalen inspirieren.

In anderen Städten Deutschlands haben die Händler einfach losgelegt. In Spremberg warten sie noch ab. Der Floristmeister Jens-Uwe Winkler will ein Internetportal etablieren, auf dem ortsansässige Geschäfte ihre Produkte anbieten und im Umkreis von 15 bis 20 Kilometern an die Kunden ausliefern. Mit Fachleuten des Wirtschaftsförderers ASG hat er über das Projekt beraten. Nun besuchten sie den Kreis Warendorf in Nordrhein-Westfalen. Dort existiert ein solches Internetportal bereits. „In Spremberg gibt es noch so viele Befindlichkeiten, so viele Bedenken, so viele Leute, die sagen, wie es nicht geht“, stellt Jens-Uwe Winkler fest.

Am 24. April werden Gäste aus Nordrhein-Westfalen ihre Verkaufsplattform in Spremberg vorstellen. Der City-Werbering und die ASG haben sie zu einem öffentlichen Informationsabend eingeladen. Das Portal der Besucher trägt den Titel „Lokaso“. Es wirbt mit kostenlosem Versand, mit Lieferung am Tag des Kaufs, mit regionalen Waren und Dienstleistungen rund um die Uhr. 29 Händler nehmen bereits teil, vom Biomarkt über den Buchverkäufer bis zum Modegeschäft. Der Landrat des Kreises Warendorf, Olaf Gericke, lobt den Ansatz der Plattform. Sie könne dazu beitragen, einen Teil des Onlinehandels zurück in die Region zu holen, den bislang übermächtige Anbieter wie Amazon verzeichnen.

Auf diese Einsicht hofft Jens-Uwe Winkler auch für Spremberg. Nach eigenen Worten hat er um die 150 Stunden in den Plan für ein ähnliches Händlerportal gesteckt. „Zufrieden bin ich trotzdem nicht.“ Dafür nennt er Gründe. Überall sei die Rede vom Strukturwandel, von der Belebung der Innenstadt. Nur fehle für ein gebündeltes Angebot von regionalen Geschäften ein Förderprogramm, das beim Start helfen könnte. „Wir müssten schon eine sechsstellige Summe investieren, damit es funktioniert“, sagt Jens-Uwe Winkler. „Im Moment haben wir bloß zu wenige Händler im Boot, um die kompletten Kosten über eine monatliche Gebühr einzuspielen.“ Schließlich dauere es mindestens zwei Jahre, bis sich ein solches Projekt rechne.

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