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Einkaufserlebnis im Wandel

Handel stellt sich auf Senioren ein

Den neu eingerichteten Kaufland-Markt besuchten Bürgermeisterin Christine Herntier, Benjamin Schorg von der Lenkungsgruppe für eine generationenfreundliche Stadt, Rathaus-Mitarbeiterin Christina Bieder (von links) und Diana Born vom Fachbereich für Lebensmittelüberwachung beim Landkreis (rechts). Hausleiterin Nadine Kulms führte sie durch das Geschäft.FOTO: René Wappler / LR

Spremberg. Der Umbau der Kaufland-Filiale in Spremberg erzählt vom Umdenken einer ganzen Branche.

Gleich am Eingang deutet Hausleiterin Nadine Kulms auf die Berge von Obst und Gemüse. „Diese Abteilung haben wir niedriger gebaut“, sagt sie. „Das erleichtert Kunden den Einkauf und Mitarbeitern ihren Job.“

Seit Dienstagmorgen erleben die Besucher des Kaufland-Geschäfts im Süden von Spremberg, wie die Marke auf den Umbruch in der Gesellschaft reagiert: Von 1991 bis 2016 stieg das Durchschnittsalter der Einwohner der Stadt um zehn Jahre. Inzwischen liegt es laut Rathaus-Statistik bei 48,4 Jahren. 5725 Einwohner von Spremberg sind Rentner, 188 mehr als noch im Jahr 2015. Auch das Einzelhandelskonzept der Stadt weist auf den wachsenden Anteil älterer Menschen und den Trend zu kleineren Familieneinheiten hin.

Handel ist Wandel: So sagt es Kaufland-Leiterin Nadine Kulms beim Rundgang mit der Spremberger Bürgermeisterin Christine Herntier. Zehn Jahre lang habe Kaufland auf größere Investitionen verzichtet, sei aber dabei das Risiko eingegangen, „nicht mehr auf dem modernsten Stand“ zu sein. Der aktuelle Umbau zeuge jedoch von einer neuen Strategie. Breitere Gänge führen dazu, dass Rollstuhlfahrer und andere Kunden einander nicht mehr im Weg stehen. Blaue Schilder mit weißer Schrift weisen über den Tiefkühltheken weithin sichtbar auf die Waren hin. Zum Sortiment des Hauses zählen CDs und DVDs, weil gerade ältere Leute Musik und Filme seltener im Internet bestellen, wie Nadine Kulms erläutert.

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