ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Straßenbau

Das Chaos in Niesky ist bislang ausgeblieben

Die alte B 115-Brücke ist verschwunden; derzeit werden noch die Widerlager abgebrochen und der Schutt beräumt.FOTO: Uwe Menschner

Niesky. Trotz der Sperrung der B 115 läuft der Verkehr weitgehend entspannt. Die wahre Herausforderung steht aber noch bevor.

(ume) Mittags am Bahnübergang Muskauer Straße in Niesky: Gemächlich fließt der Verkehr. Immer wieder mal holpert ein Auto über die Gleise. Von dem befürchteten Verkehrschaos nach der Sperrung der Bundesstraße 115 infolge des Brückenabrisses keine Spur. Selbst als kurzzeitig ein Lkw kurz vor dem Übergang liegenbleibt und eine der beiden Fahrspuren blockiert, kann von Stau nicht auch nur ansatzweise die Rede sein.

Also alles eitel Sonnenschein? „Es gibt schon gewisse Schwerpunktzeiten. Frühmorgens und gegen 16 Uhr, also im Berufsverkehr, ist mehr los als jetzt“, erklärt die Nieskyer Oberbürgermeisterin Beate Hoffmann. „Es hält sich aber alles im normalen Rahmen.“ Offenbar hielten sich die Autofahrer an die offizielle, weiträumige Umleitung.

Dabei verkennt die Rathauschefin aber nicht, dass die wirkliche Herausforderung noch bevorsteht. Wenn nämlich am 29. Oktober die technische Inbetriebnahme der Gleise erfolgt, dann beginnt auch die Zeit der Mess- und Probefahrten. „Die neu errichtete Strecke wird nach allen Regeln der Kunst getestet“, so Projektleiter Ulrich Mölke von der Deutschen Bahn AG. Die Züge fahren dann zum Teil mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit – 160 Kilometer in der Stunde – über die Niederschlesische Magistrale.

top