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ArTour will vor allem Langzeitarbeitslose besser fördern

ArTour-Vorstand erneut nicht kritiklos entlastet

Rietschen. Das kommunale Rietschener Unternehmen schließt 2017 mit einem kleinen Fehlbetrag ab.

Der Gemeinderat in Rietschen hat den Vorstand der kommunalen Arbeits- und Tourismusförderungsgesellschaft (ArTour) mehrheitlich für das Geschäftsjahr 2017 entlastet. Das Jahr schloss das Unternehmen mit einem Fehlbetrag von 1500 Euro ab. Insgesamt 17 Beschäftigte hatte die ArTour in diesem Jahr, berichtet Bürgermeister Ralf Brehmer (parteilos), der gemeinsam mit Udo Zange die Geschäftsführung innehat. Neben der Friedhofs- und Spielplatzpflege, Reinigungsleistungen an den Schulen in Daubitz und Rietschen sowie der Kita und der Pflege des Baumkatasters auf Gemeindegebiet reinigten ArTour-Mitarbeiter auch Wassergräben für den Bergbaubetreiber. Das Jahresdefizit, so begründet Ralf Brehmer, liege in steigenden Lohnkosten durch den Mindestlohn.

Gemeinderat Helmut Perk (Freie Wähler), der seit der Gründung des Unternehmens kritisiert, dass es keine gemeinliche Aufgabe sei, Arbeitslose in Beschäftigung zu bringen, hielt dem Bürgermeister erneut entgegen: „Die Gesellschaft wird mehr und mehr unser Geld aufbrauchen.“ Die ArTour war aus der Beschäftigungsgesellschaft Wesda hervorgagenen, die zwischen Weißwasser und Rietschen aufgespalten wurde. Weißwasser hat die Wesda inzwischen eingestampft, in Rietschen wurde die ArTour gegründet. Ziel dabei ist es, Arbeitslose wieder in den ersten Arbeitsmarkt zu bringen.

„Wird denn die künftige Zusammenarbeit mit dem Jobcenter komplizierter?“, will Tillmann Havenstein (CDU) wissen. Ralf Brehmer erklärt, dass man einen Ein-Euro-Jobber für den Erlichthof – zum 1. April übernimmt die ArTour das Management der Schrotholzsiedlung – beschäftigt hatte. „Die MAE-Maßnahmen sind allerdings rückläufig“, gibt Brehmer zu verstehen. Die Strategie sei es nun, neue Förderprogramme aufzulegen und vermehrt auf Qualifizierung zu setzen. Hintergrund ist, so der Bürgermeister, „dass die Arbeitslosigkeit weiter rückläufig ist“. Allerdings sehe er dennoch Bedarf bei der Integration von Langzeitarbeitslosen.

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