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EU-Förderung

Bessere Straße für Rettungskräfte und Anwohner

Mit dem Banddurchschneiden ist das Projekt Rothenburger Straße offiziell abgeschlossen worden. FOTO: Regina Weiß

Krauschwitz. Rothenburger Straße in Krauschwitz nun offiziell freigegeben. Erste Taufe mit Starkregen bestanden.

Die Rothenburger Straße ist jetzt doppelt begossen worden. Die erste Taufe hat sie am Montag beim Starkregen in der Lausitz überstanden. Mehr als 30 Liter gingen da auf die Erde nieder. Am Donnerstag folgte nun Taufe Nummer zwei mit Sekt und Orangensaft. Angestoßen wurde bei der offiziellen Freigabe der Trasse in
Krauschwitz. Zum Banddurchschneiden hatte Bürgermeister Rüdiger Mönch (Freie Wähler) nicht nur Einwohner und Gemeinderäte, sondern auch eine Abordnung der Niederschlesischen Verwaltung für Straßen und Schiene in Wroclaw (Breslau) eingeladen. Die sind nämlich die Partner für das Interreg-Projekt Polen-Deutschland. Während in Krauschwitz das Vorhaben beendet ist, wird die Landesstraße 353 zwischen Piensk (Penzig) und Strzelno (Schützenhain) erst 2020 fertig. Mit zwölf Kilometern Länge ist sie im gemeinsamen Antrag das größere Vorhaben. Direktor Leszek Loch lud die Krauschwitzer schon mal zur feierlichen Einweihung nach Polen ein.

In Krauschwitz freut man sich nicht nur über eine Anwohnerstraße, die noch nie so gut war, sondern auch über eine bessere Anbindung an die Grenzbrücke. Über die Rothenburger Straße erreichen Feuerwehr sowie weitere Rettungskräfte die Neißequerung und ihre Zufahrten besser.

Vom deutsch-polnischen Fördertopf hat Krauschwitz rund 319 000 Euro erhalten. 2018 war die Planung ausgeschrieben worden. Im Februar dieses Jahres folgte dann im Rat die Vergabe der Bauarbeiten. Rüdiger Mönch lobte das Zusammenspiel aller Beteiligten. Bis hin zu den Anwohnern, die manche Einschränkungen durchs Bauen hatten. Jetzt fehlt nur noch eine Infotafel, die ein paar Fakten zur Straße und ihrer Geschichte enthält. Sie nahm ihren Anfang als wichtige Handelstrasse, bis sie mit dem Bau der Reichsstraße 115 im Jahr 1850 an Bedeutung verlor. Mit der östlichen Erweiterung des Truppenübungsplatzes wurde dann die alte Rothenburger Straße gekappt. Geschichtsträchtig war bereits ihr Zustand. Schon 1927 hieß es in einem Anzeiger: Die alte Rothenburger Straße befindet sich in einem denkbar schlechten Zustand.

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