ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
WWF lädt zum Bürgermeisterforum der Kohleregionen Europas

Kohle-Bürgermeister Europas in Weißwasser vereinigt

Die Revierfahrt für die Bürgermeister führte an den Schweren Berg (im Bild) nach Weißwasser sowie an den Bärwalder See. Im Hintergrund ist der Tagebau Nochten sowie die bereits einsetzende Renaturierung zu sehen. FOTO: Joachim Rehle

Weißwasser. Der WWF hat ein Forum in Weißwasser organisiert. Dazu sind Gemeindechefs aus sieben Ländern angereist. Alle eint eine Herausforderung: Der Kohleausstieg. Mit einer gemeinsamen Erklärung will man sich nun bei der Europäischen Union Gehör verschaffen.

Was passiert, wenn plötzlich tausende Kumpel aus dem Kohlebergbau auf der Straße stehen und die anliegenden Kommunen vor vollendete Tatsachen gestellt werden, das hat Elza Velichkova, Bürgermeisterin von Dobov Bol in Bulgarien, eindruckvoll geschildert. „Wir stehen am Nullpunkt nach der Kohle“, sagt sie den rund 40 Bürgermeistern aus sieben Ländern, die am Donnerstag in der Weißwasseraner Telux der Einladung des WWF Deutschland gefolgt sind. Ohne Vorwarnung, ohne Erklärung und vor allem ohne Hilfe sind hier Kohleminen geschlossen worden. Die Stadt Dobov Bol mit ihren 8000 Einwohnern steht ohne Steuereinnahmen da, ohne Plan, was jetzt zu tun ist. Ganze Städte sind in der Region um Pernik entvölkert. „Deshalb lade ich alle Bürgermeister der Kohleregionen in Europa ein, zusammenzuarbeiten“, sagt die Bulgarin. Dafür erhält sie Applaus aus Polen, Tschechien, Rumänien, Bosnien und Herzegowina und natürlich aus Deutschland.

Gemeinsamer Austausch ist wichtig

41 Abbaugebiete von Stein- und Braunkohle gibt es derzeit in Europa. FOTO: Christian Köhler
top