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Schleife

Bürgermeister fordert den Bau der B 160

Am Abzweig der B 156 am südlichen Eingang von Weißwasser könnte die B 160 geradeaus weiterführen. FOTO: Torsten Richter-Zippack

Schleife. Schleifer Gemeindechef Reinhard Bork will Planungen für Ost-West-Trasse wieder aufnehmen.

Derzeit ist in der Oberlausitz die Bundesstraße 178n in aller Munde. Zahlreiche Politiker fordern nicht nur die Fertigstellung des Teilstückes zwischen der A 4 bei Weißenberg und Zittau, sondern ebenso die Nordverlängerung zur A 15 bei Cottbus. Erst Anfang September hatten CDU- und SPD-Fraktion im sächsischen Landtag einen entsprechenden Antrag eingebracht. Der Schleifer Bürgermeister Reinhard Bork bringt in diesem Zuge ein weiteres, ursprünglich auf Eis gelegtes Straßenbauprojekt wieder ins Gespräch. „Ich bin für die Wiederaufnahme des Planverfahrens für die Bundesstraße 160.“ Diese Trasse würde von Ost nach West Weißwasser und Hoyerswerda verbinden. Bislang sind die beiden Städte über die B 97 und S 130 (Neustadt - Schleife - Trebendorf) rund 38 Kilometer voneinander entfernt. Über die B 160 würden die Orte auf etwa 25 Kilometer zusammenrücken. „Wir brauchen diese Straße dringend, um überhaupt über Strukturwandel in der Lausitz sprechen zu können“, mahnt Bürgermeister Bork.

Ursprünglich gab es vier Trassenkorridore für die B 160. Zwei wurden wegen des zu großen Aufwandes verworfen. Übrig geblieben sind die Streckenführungen durch das Gebiet nördlich von Schleife sowie die südlicher verlaufende Variante durch das einst vom Bergbauunternehmen Vattenfall geplante Abbaugebiet Nochten II, das nach aktuellem Revierkonzept des heutigen Bergbautreibenden, der Leag, nicht mehr in Anspruch genommen wird.

Nach aktuellen Planungen rückt der neue Wohnstandort der umzusiedelnden Mühlroser näher an den Kernort Schleife heran, sodass die Nordvariante der B 160 für Reinhard Bork wieder attraktiver erscheint. „Ich erkenne bei dieser Trassenführung keine zusätzliche Belastung der Umsiedler“ sagt Bork. Er favorisiere diese Variante gegenüber der südlicher verlaufenden Trasse. Zudem sollten vor allem bereits vorhandene Straßen ausgebaut werden.

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