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„Jedenfalls bin ich sehr glücklich, dass der Park eine Perspektive hat und möchte gern daran mitarbeiten. Als es hieß, dass es einen neuen Besitzer für Schloss und Park gibt, standen viele Ängste im Raum“, berichtet Katrin Linke. Manch ein Neu-Schlossherr hatte ja nichts Eiligeres zu tun, als einen Zaun rings um sein Eigentum zu errichten und die Öffentlichkeit auszusperren. Nicht so in Deutsch-Paulsdorf: „Herr von Wallenberg-Pachaly machte sofort deutlich, dass der Park ein Park und öffentlich zugänglich bleiben soll. Auch die von der Dorfgemeinschaft genutzten Räume im Schloss sind erhalten geblieben.“ Und dies kommt nun auch dem künftigen Bestattungswald zugute, eignet sich doch der Feierraum im früheren Konsum bestens für weltliche wie auch konfessionelle Abschiedsfeiern.

Nach der Eröffnung des ersten ostsächsischen Bestattungswaldes werden Interessenten zunächst zwischen 80 Bäumen im Schlosspark und weiteren 100 auf dem Spitzberg wählen können. Je nach örtlicher Gegebenheit stehen an jedem Baum zwischen zwei und 20 Urnen-Bestattungsplätze zur Verfügung. Eine immense Zahl, die freilich zu der Frage führt: Gibt es denn überhaupt eine so große Nachfrage? „Es geht ja nicht darum, möglichst schnell möglichst viele Bäume zu belegen, sondern eine vielfältige Auswahl zu bieten“, antwortet Katrin Linke.

Und das Bestattungswälder Anklang finden, zeigt in der Praxis jede neu eröffneten Anlage. Eine Besonderheit stellt der Sternschnuppenbaum dar, an dem Sternenkinder kostenfrei bestattet werden können. Eltern, deren Kinder bis zum dritten Lebensjahr oder in einem Hospiz verstorben sind, zahlen lediglich die Beisetzungskosten.

An zwei Samstagen im Monat wird Katrin Linke nach der Eröffnung öffentlich durch die Anlage führen; dies ist der vorgesehene Weg, um den Erstkontakt herzustellen. Die konkreten Formalitäten werden selbstverständlich individuell und diskret verhandelt.

(ume)
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