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Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Krauschwitz-West

Feuerwehr-Aufgaben werden vielfältiger

Jörg Koschkar (l.) ist 2017 neu in die Krauschwitzer Wehr eingetreten. FOTO: Christian Köhler

Die Kameraden in Krauschwitz-West blicken auf 2018 zurück. Schaulustiger behindert die Arbeiten der Retter bei Verkehrsunfall.

Es ist eine Oktobernacht, als von Weißwasser aus kommend ein Auto mit einem Pkw zusammenrasselt, der gerade aus der Geschwister-Scholl-Straße in Krauschwitz an Bendels-Kreuzung abbiegen will. Als die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Krauschwitz-West gegen 1.30 Uhr am Unfallort eintreffen, ist auf dem ersten Blick nur ein demoliertes Fahrzeug zu sehen. „Das andere haben wir auf einem angrenzenden Feld entdeckt“, berichtet Dirk Enax von der Feuerwehr während der Jahreshauptversammlung der Wehr am Freitag. Bei der anschließenden Rettung am sehr frühen Morgen – der Einsatz dauerte bis 7.30 Uhr – „ist uns sehr aufgestoßen, dass mehrere Personen als Schaulustige unsere Arbeit behindert haben“, so Enax. Die Polizei hatte in jener Nacht einen Mann davon abhalten müssen, die Arbeiten der Rettungskräfte nicht weiter zu stören. „Darauf hin zerstörte er Ausrüstungsgegenstände von uns“, berichtet Enax weiter.

Der Fall zeigt, dass die Arbeit der Feuerwehren im Altkreis Weißwasser nicht nur vielfältiger werden, sondern sich die Retter auch immer öfter mit Randgeschehnissen beschäftigen müssen, die alles andere als erfreulich sind. „Die Belastung wird immer größer“, bestätigt Enax. Während in 2017 gut 30 Einsätze der Ortswehr angestanden haben, sind es 2018 vor allem wegen Sturmschäden Anfang des Jahres 25. „Neben neun Brandeinsätzen, 14 technische Hilfeleistungen und zwei Verkehrsunfällen leisteten die Kameraden insgesamt 229,6 Arbeitsstunden ab“, berichtet Ortswehrleiter Sebastian Otto.

Allerdings gibt es nicht nur Negatives zu berichten. So „konnten wir zwei gut ausgebildete Kameraden für unsere Wehr gewinnen“, berichtet der Ortswehrleiter. Darauf allerdings wollen sich die Krauschwitzer nicht ausruhen. Insgesamt 695 Ausbildungsstunden stehen zu Buche. Zudem haben die Feuerwehrleute an der internationalen Übung im Rahmen des Integrationsprojektes der Feuerwehr Bad Muskau und Gablenz mitgewirkt. „Man muss generell sagen“, so der Krauschwitzer Gemeindewehrleiter Holger Liermann, „dass die Zusammenarbeit der Ortswehren in Krauschwitz und den umliegenden Gemeinden sehr gut funktioniert.“ Das bestätigt auch der Ortswehrleiter, der davon berichtet, dass man im vergangenen Jahr gemeinsame Ausbildungen absolvierte – so etwa Lehrgänge mit Krauschwitz-Ost, der Feuerwehr in Sagar oder Skerbersdorf.

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