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„Auch unsere Alters- und Ehrenabteilung ist nach wie vor eine große Stütze für unsere Wehr“, richtet sich Otto an die Kameraden. Sie übernimmt Aufgaben wie etwa die jährliche Kontrolle der Hydranten oder Verpflegungsaufgaben bei vielen Anlässen. Ein besonderer Höhepunkt bei der Versammlung am Freitag ist zudem die Auszeichnung von Gudrun Schöngart. Die Krauschwitzerin ist seit 50 Jahren im Dienst der Feuerwehr.

Mit Kritik richtet sich darüber hinaus der Ortswehrleiter an die Gemeindeverwaltung, bei der sich „starke Defizite in der Umsetzung ihrer Aufgaben“ zeigt. Bürgermeister Rüdiger Mönch (Freie Wähler) erklärt, dass die Gemeindeverwaltung unzählige Aufgaben erfüllen muss. Er bittet daher „um Verständnis, wenn nicht alles sofort umgesetzt werden kann“. Nach der abgewählten Fusion von Krauschwitz mit Bad Muskau durch die Bürger, so Mönch, „wird es für uns als Verwaltung nicht einfacher“. Die Gemeinde befinde sich auf Konsolidierungskurs, lasse sich durch eine externe Beratungsfirma aufzeigen, wo weitere Sparpotenziale liegen. „Das soll aber nicht zu Lasten der Feuerwehr gehen“, verspricht er. Dass die Gemeinde es geschafft hat, in diesem Jahr einen Transporter über eine EU-Förderung zu beschaffen, „der nicht nur der Feuerwehr, sondern allen zugute kommt“, sei ein großer Erfolg. Zudem solle die neue Bekleidung für die Ortswehren im Frühjahr kommen.

Dass der Freistaat stärker in die Feuerwehren investiert und damit das Ehrenamt weiter stärkt, freut auch den stellvertretenden Kreisbrandmeister des Landkreis Görlitz Gerd Preußing. Immerhin hatte der Kreis alle Wehren angeschrieben und die Bedarfe abgeklopft, die sich in den vergangenen Jahren angehäuft haben. „Dabei ist eine Investitionssumme von etwa 32 Millionen Euro herausgekommen“, berichtet Preußing. Umso erfreulicher sei es da, dass „im Vergleich zu 2017 sich die zur Verfügung gestellten Gelder fast verdoppelt haben“. Während sich nach Angaben von Gerd Preußing die Fördermittel für die Wehren im Landkreis noch auf 1,9 Millionen Euro eingependelt haben, haben 2018 insgesamt 3,6 Millionen Euro für Investitionen zur Verfügung gestanden. „Und wir konnten alle 76 gestellten Förderanträge bewilligen“, sagt er. Das sei eine Kraftanstrengung gewesen, denn erst im Sommer wurde das Budget erhöht.

Erstmalig gab es 2018 zudem eine 50 Euro Pauschale für jeden aktiven Kameraden vom Land. „Dazu zählt der Stichtag 31. Dezember“, erklärt Gerd Preußing. Zusätzlich gebe es zwei Mal 1000 Euro vom Land als Untersützung für den Erwerb eines Lkw-Führerscheins. Von den 53 Gemeinden im Kreis könnten so 106 Führerscheine gefördert werden, „aber wir haben 2018 nur 50 Anträge erhalten“, so Preußing. Für Krauschwitz resümiert er: „Die Wehr ist auf einem guten Weg. Wir müssen aber enger zusammenrücken, denn mehr Köpfe werden wir nicht.“

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