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Biosphärenreservat Oberlausitz

Forstwirtschaft steht im Fokus

Impression vom 21. Naturmarkt des Biosphärenreservates Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft. FOTO: LR

Wartha. Rund 4800 Besucher sind beim 21. Naturmarkt im Oberlausitzer Reservat dabei.

Gut 30 000 Hektar misst das Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft. Etwa die Hälfte der Fläche besteht aus Wald. Als häufigste Baumart mit rund 80 Prozent Gebietsanteil fungiert die Kiefer. Diese Zahlen nennt Dirk Weis von der Reservatsverwaltung interessierten Besuchern während des 21. Naturmarktes des Schutzgebietes in und um das Haus der Tausend Teiche in Wartha. Denn diesmal dreht sich alles um die Forstwirtschaft und um historische Waldnutzungen. Laut Sprecherin Susanne Bärisch haben sich am Sonnabend rund 4800 Besucher die 80 Stände und Infostellen angesehen. Selbst riesige Vollernter, die heutzutage die Holzernte erledigen, von Fachleuten Harvester genannt, fehlten nicht. Das Team vom Sohlander Forstmuseum hatte uralte Waldwerkzeuge mitgebracht, welche die körperliche Schwere der Forstarbeit in der Vergangenheit wieder wach rufen.

Seit Jahrzehnten setzen die Oberlausitzer Förster auf den Waldumbau. Also weg von den monotonen Nadelforsten hin zu naturnahen, vitalen Mischwäldern. Beispielsweise bei Förster Holm Berger, einem von vier Revierleitern im Biosphärenreservat. „In meinem Revier Milkel sind die Fichtenbestände aufgrund des Käferfraßes zusammengebrochen. Auf diesen Flächen wachsen jetzt Eichen, Hainbuchen, Linden und selbst Weißtannen. Ich setze dabei auf die Naturverjüngung. Wir haben in den Wäldern tüchtige Eichelhäher.“ Das Ergebnis könne sich inzwischen sehenlassen. Eine neue Waldgeneration wachse inzwischen heran.

Hier durfte Anton (3) in der Kabine eines Vollernters Platz nehmen.FOTO: LR
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