ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Diese Möglichkeiten sind nach Ansicht von Ratsmann Uwe Horbaschk ausgeschöpft. Er selbst ist als Grundstückseigentümer an Kieschnicks Lusche (ein kleiner Teich an der Räderschnitza) besonders betroffen. Die ganze Zeit war ihm die Unterstützung des Landkreises als Unterere Naturschutzbehörde sicher. „Doch wir haben die Rechnung ohne den Biber gemacht“, so Horbaschk weiter. In den letzten zwei Jahren hat das Säugetier dafür gesorgt, dass 50 Quadratmeter Grundstück unpassierbar sind. Stellen sind unterhöhlt. Teilweise wurden meterlange Röhren gegraben. Zudem hat der Biber Spuren an 14 Bäumen auf dem Areal hinterlassen. Andere sind gerettet worden, weil sie umzäunt wurden. Auch Uwe Hobarschk hatte zwischenzeitlich gehofft, dass das Tier freiwillig in andere Gefilde ausgewichen war. „Es war einige Zeit wirklich Ruhe.“ Doch eine Wildkamera zeigte, dass der Biber Junge bekommen hatte. Zwei Stück waren auf den Bildern auszumachen.

Vorher waren sämtliche Versuche, das Tier zu entnehmen, also einzufangen, fehlgeschlagen. „Mehrfach waren Fallen vor Ort“, erklärt der Gablenzer Ratsmann. Doch am Ende hatte nicht der Biber drin gesessen, dafür aber einmal eine Katze.

So ist derzeit der Stand der Dinge, der keinen richtig zufriedenstellt. Auch Kay Sbrzesny vom Landschaftspflegeverband Oberlausitz, sagt zum Gablenzer Biber, dass der etwas außerhalb der Norm laufe. Seit Mai 2018 gibt es das Artenschutzprojekt „Biberbetreuung im Landkreis Görlitz“, das in Kooperation mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Görlitz und dem Landschaftspflegeverband Oberlausitz läuft. „Wir können aber nur Empfehlungen geben“, stellt Sbrzesny vom Verband klar. Auch wenn man vor Ort war und sich alles angesehen habe, sei immer die Naturschutzbehörde der richtige Ansprechpartner.

top