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Kommunalpolitik

Hat Weißwasser zu viel Personal?

In der Kernverwaltung der Stadt Weißwasser, dazu gehören die Rathaus-Mitarbeiter, wird nicht zu viel Personal beschäftigt. Das betont Dietmar Lissina, Chef der Hauptverwaltung. FOTO: Gabi Nitsche / LR

Weißwasser. Dietmar Lissina, Leiter der Hauptverwaltung im Rathaus, verneint das. CDU- und SPD-Räte fordern ein Personal­entwicklungskonzept.

Hat Weißwasser tatsächlich zu viele Mitarbeiter auf der Gehaltsliste? Dietmar Lissina, Leiter der Hauptverwaltung, sagt Nein. Bei Städten mit einer Größenordnung wie Weißwasser lasse der Gesetzgeber 2,4 bis 2,6 Vollzeitäquivalente (VzÄ) pro 1000 Einwohner zu. Lissina sagt, Weißwasser liege seiner Meinung nach knapp unter 2,4, da befristete Stellen nicht berechnet werden. Für ihn stellt sich letztlich die Frage, ob der vorhandene Personalbestand laut Gemeindeverordnung überhaupt noch ausreichend ist. Denn, so Lissina mit Blick auf diese, muss ein (Ober-)Bürgermeister genau damit ausgestattet werden, um alle Aufgaben erfüllen zu können. In der Kernverwaltung habe die Stadt keineswegs zu viele Leute, im nachgeordneten Bereich sei es eine knappe Stelle bei 1000 Einwohnern. Lissina nennt Bereiche wie Schwimmhalle, Bibliothek, Glasmuseum, Hausmeister, Sporteinrichtungen, Mitarbeiter in den Kitas (ohne Erzieher), Bauhof und Feuerwehr.

Bei der Feuerwehr sind zum Beispiel neun hauptamtliche Kräfte vorgesehen. Der erst im Herbst vom Stadtrat beschlossene Brandschutzbedarfsplan ist auch dafür Richtschnur. Wer hier kürzen will, muss zuvor geklärt haben, dass es genügend freiwillige Kameraden gibt, die der Stadt bei der Sicherung des Brandschutzes – eine Pflichtaufgabe – helfen. Derzeit reicht die Zahl nicht aus, trotz vielfältiger Anstrengungen.

„Oder nehmen wir den Wirtschaftshof. Da ist der Winterdienst mit dabei, und der Stadtrat hat auch beschlossen, die Grünpflege wieder zur städtischen Aufgabe zu machen“, erinnert Lissina. Das sei auch eine richtige Entscheidung gewesen, weil der Wirtschaftshof flexibler sei und nicht zuletzt auch preiswerter. „Ein weiterer Punkt ist die Eisarena. Mit dem Moment, wo der Stadtrat entschied, dass die Betreibung zurück an die Stadt geht, musste diese auch das Personal mit übernehmen. Alles politisch gewollte Entscheidungen“, betont der Hauptamtsleiter.

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