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Weißwasser

Jahnbad-Zukunft bleibt ungewiss

Weißwasser. Ob 2019 in Weißwasseraner Bad gebadet werden kann, ist offen. Ein neuer Betreiber muss her.

Das Weißwasseraner Jahnbad wird bereits seit fast 80 Jahren zum Baden und Schwimmen genutzt. Was allerdings ab dem kommenden Jahr mit der Einrichtung neben dem Tierpark passiert, steht derzeit noch in den Sternen. Der Grund: Zum Jahreswechsel 2018/2019 läuft der Betreibervertrag zwischen der Stadt Weißwasser als Eigentümerin des Bades und dem Soziokulturellen Zentrum Telux Mobile Jugendarbeit und Soziokultur aus. Der Verein betreibt die Einrichtung seit mehreren Jahren. Nach Angaben der Stadt ist eine Verlängerung des Vertrages um ein weiteres Jahr nicht in Anspruch genommen worden. Vereinsvorsitzender Christian Klämbt erklärt, warum: „Der jährliche Zuschuss der Stadt von 25 000 Euro ist für die Betreibung nicht auskömmlich. Selbst bei einem super Sommer mit vielen Gästen bräuchten wir pro Jahr zwischen 30 000 und 35 000 Euro. Präsentiert sich der Sommer kühl und regenreich, fallen die Kosten entsprechend höher aus.“

Einen weiteren Knackpunkt bildet die Kulturraumförderung. Bevor der Verein diese Mittel vonseiten des Freistaates Sachsen bekam, konnten Veranstaltungen, die im Jahnbad stattfanden, mit ins Budget gerechnet werden, erklärt Christian Klämbt. Dazu gehörten unter anderem die Klassik- und die Schlagernacht. Jetzt müssen diese Veranstaltungen separat abgerechnet werden.

Bereits im vergangenen Jahr ist beim Jahnbad-Betreiber ein Defizit von rund 15 000 Euro aufgelaufen. Hinzu gesellt sich die extrem angespannte Haushaltssituation in Weißwasser mit einem Minus von mehr als zwei Millionen Euro. Dabei müssten Reparaturen und Werterhaltungsarbeiten vorgenommen werden. Christian Klämbt verweist dabei unter anderem auf den Sanitärtrakt.

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