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560 Leihgaben aus 16 Museen

Bemerkenswertes Muskauer Steinzeug im Neuen Schloss

Die Kuratoren Holger Klein (l.) und Helga Heinze haben guten Grund zur Freude. Sie stoßen auf die Ausstellung, in die sie mit viel Wissen und Herzblut unzählige Stunden investiert haben, an. FOTO: Regina Weiß

Bad Muskau. Die neue Sonderausstellung in Bad Muskau stellt Keramik in den Mittelpunkt und spannt damit viele Bögen: von der Geschichte in die Gegenwart, vom Neißestädtchen in die große weite Welt, vom Handwerk zur Industrie.

Haben Sie schon mal gepuzzelt? Dann wissen sie, wie das ist, wenn man in einer Unzahl von Teilchen das sucht, was passen muss. Nach dem gefühlt hundertsten Versuch möchte man nur noch eins, alles in die Ecke pfeffern...

Jetzt stellen Sie sich vor, sie stehen vor einer Fläche voller Scherben. Tausende in unterschiedlichen Größen und Farben – und sollen daraus die Gefäße wieder zusammensetzen. Sie hätten gar nicht erst angefangen? Kann man verstehen.

Ganz anders bei Helga Heinze aus Sagar und Holger Klein aus Bad Muskau. Beide sind seit Jahrzehnten einem Virus verfallen. Heimatgeschichte im Allgemeinen und Muskauer Steinzeug im Besonderen haben es ihnen angetan. Klar, dass sie auch die Sisyphusarbeit mit den Scherben angehen. Was vor rund 350 Jahren auf dem Grundstück an der Kirchstraße in Muskau in die Erde geschüttet wurde, wird geborgen und so gut es geht, zusammengesetzt. 200 Gefäße werden wiedergeboren. 70 davon sind in der Ausstellung „Muskauer Steinzeug vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart“ im Neuen Schloss in Bad Muskau ab sofort zu sehen.

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