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Stiftungen haben neuen Vorstand

Neuer Knatsch um Stiftungswahl

Sandra Scherer (l.), Mirko Tschernik und Claudia Langer sind in den Vorstand  der beiden Trebendorfer Stiftungen gewählt worden. Die Wahl des Vorstandsvorsitzenden steht noch an. FOTO: Christian Köhler

Trebendorf. Ein neuer Vorstand ist in Trebendorf gewählt. Nicht alle sind damit zufrieden. Der Bürgermeister muss Stellung beziehen.

Im Dezember hat in Trebendorf die Wahl der neuen Stiftungsräte angestanden. Für „Leben in Trebendorf“ und „Zukunft Trebendorf“ sind jeweils drei Gemeinderäte und drei Bürger gewählt worden. Das sind die Räte Uwe Radtke, Frank Gärtig und Robert Sprejz. Als berufene Bürger sind René Mettke, Wolfgang Zech und Stefan Kowalick in die jeweiligen Räte gewählt worden. Noch vor Weihnachten, so berichtet Bürgermeister Waldemar Locke (CDU), hatte die erste konstituierende Sitzung stattgefunden. Anfang des Jahres wurde ein neuer Stiftungsvorstand gewählt. Während den Stiftungsratvorsitz der Bürgermeister innehat – er setzte sich gegen Wolfgang Zech durch –, sind in den Vorstand Claudia Langer, Mirko Tschernik und Sandra Scherer gewählt worden. Die Räte Norbert Struck und Andreas Fabian bleiben vorerst im Stiftungsvorstand.

„Ich finde es schade, dass dem neuen Vorstand so viel Missgunst vom alten Vorstand entgegengebracht wurde“, erzählt Claudia Langer bei der Gemeinderatssitzung am Mittwoch. Die 30-jährige Leag-Mitarbeiterin hofft, dass der neue noch alle Unterlagen vom ehemaligen Vorstand erhält. Die 35-jährige Sandra Scherer stellt klar: „Wir haben uns nicht aus Jux und Dallerei zur Wahl gestellt, sondern wir wollen uns für unsere Gemeinde einbringen.“ Der Wirtschaftsinformatikerin sei zum Vorwurf gemacht worden, dass sie derzeit noch in Weißwasser wohnt, obwohl sie seit Jahren – wie Claudia Langer – in der Trebendorfer Wehr Mitglied ist und Trebendorferin ist und bereits einen Bauantrag für ein Haus in der Gemeinde gestellt hat. „Demokratie funktioniert so, dass sich auch einmal mehr Leute zur Wahl stellen und nicht nur so viel, wie in den Vorstand kommen“, sagt sie. Der 41-jährige Steuerfachangestellte Mirko Tschernik hofft unterdessen, dass für die nächsten fünf Jahre eine gute Zusammenarbeit möglich wird. Auch er ist Mitglied in der Feuerwehr des Ortes.

„Ich hoffe, dass ihr keine Lobbyisten seid“, richtet sich Gemeinderat Klaus Rohrbach an die „Neuen“. Es bereite ihm Kopfschmerzen, dass alle drei Mitglieder bei der Feuerwehr sind. „Es wäre besser, aus jedem Verein wäre einer im Vorstand“, sagt er. Bürgermeister Waldemar Locke wiederum entgegnet, dass bei der Vorstandswahl „auch Leute aus anderen Vereinen da waren, aber nun einmal nicht gewählt wurden“. Auch der alte Vorstand habe sich zur Wahl gestellt, sei allerdings ebenfalls nicht gewählt worden.

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