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Ratsmitglied Tilo Niemz, der seit 2013 im Stiftungsrat tätig war und nun nicht wiedergewählt wurde, wiederum behauptet, nicht über den Wahltermin informiert gewesen zu sein. „Aber ich habe persönlich die Einladung in deinen Briefkasten getan“, entgegnet der Bürgermeister. In der Folge entwickeln sich heftige  Wortwechsel zwischen Locke und Niemz. In diesem Zusammenhang berichtet der Bürgermeister, er habe über den Jahreswechsel eine Stellungnahme für die Rechtsaufsichtsbehörde des Landkreises schreiben müssen, weil die Wahl der Stiftungsräte wegen einer angeblichen Befangenheit eines Ratsmitgliedes nicht rechtskonform gewesen sei. Der Name des Schreibers an das Landratsamt ist öffentlich nicht bekannt geworden. Die Wahl aber sei rechtskonform, hieß es. „Wo konnte man sich denn melden, wenn man in den Vorstand will“, hakt Tilo Niemz weiter nach. „Wir haben stiftungskonform gehandelt und die Einladungen sind rausgegangen“, entgegnet der Bürgermeister. Er habe zudem Wolfgang Zech über alles informiert. Ratsmitglied Norbert Struck erinnerte daran, dass 2008 davor gewarnt wurde, dass sich die Gemeinde nicht wegen des Geldes verstreitet. Ob seine Erinnerung auf fruchtbaden Boden fällt, wird die Zukunft zeigen. Nicht mehr im Stiftungsvorstand sind nun Ariane Kraink, Bodo Schmidt und Birgit Seifert.

Insgesamt zwei Fonds mit einem Gesamtwert von neun Millionen Euro hatte 2008 der Bergbaubetreiber Vattenfall Trebendorf im Rahmen der Umsiedlung überlassen. Damit das Geld nicht – etwa im Falle eines defizitären Haushaltes der Gemeinde – ungenutzt aufgezehrt wird, sind zwei Stiftungen gegründet worden: „Leben in Trebendorf“ (Förderung des Vereins- und Gemeinschaftslebens) und „Zukunft Trebendorf“ (Förderung der Gemeindeentwicklung).

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