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Breitbandausbau im Schleifer Kirchspiel vergeben

Schnelles Internet kommt langsamer als gedacht

Allein in Trebendorf sollen fast 33 Kilometer Glasfaserkabel verlegt werden . FOTO: dpa / Julian Stratenschulte

Schleife/Trebendorf/Groß Düben. Schleife, Trebendorf und Groß Düben vergeben den Glasfaserausbau in ihren Orten. Doch nicht alle haben etwas davon. Das ist schon jetzt klar.

Der Gemeinderat von Schleife hat den Auftrag für den Breitbandausbau an die Firma Telekom Deutschland GmbH in seiner Sitzung in dieser Woche einstimmig vergeben. Das Ganze beläuft sich auf Kosten von 4,48 Millionen Euro. Doch es wird nicht gleich losgebaut. Da müssen sich die Schleifer noch mindestens ein Jahr gedulden.

Das schnelle Internet kommt gemächlich daher. Und das übrigens nicht nur in den sorbischen Dörfern. Warum das so ist, das hat Jörg Wylegalla von der TÜV Rheinland Consulting GmbH aus Dresden in der Ratssitzung erklärt. Mittlerweile beschäftigen sich Verwaltung und Rat rund zweieinhalb Jahre mit dem Thema. „Da fragt sich der Bürger, der vor seinem Computer sitzt, muss das so lange dauern?“, kann Wylegalla die Ungeduld der Nutzer verstehen. Doch bei einem neu aufgelegten Förderprogramm sei es so, dass immer wieder etwas ergänzt werde. „Da schraubt man hier mal und da mal. Es dauert überall so lange“, so der Projektleiter von der Beraterfirma. Auch deshalb bleibt das Unternehmen beim weiteren Verfahren als Berater an der Seite der Schleifer und ihrer Nachbarkommunen. Das kostet für die drei Orte jeweils rund 5295 Euro und wird aus den Zuweisungen des Landes für den Breitbandausbau zur Verfügung gestellt.

Im Juni 2017 hatte das Markt­erkundungsverfahren in der Gemeinde Schleife begonnen. So sollte herausgefunden werden, welche Anschlüsse über weniger als 30 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Download verfügen und in welchen Ecken und Straßen drei Jahre nach Markterkundung nicht privatwirtschaftlich erschlossen wird. Außerdem begann das Fördermittelprozedere. Später brauchte das Ausschreibungsverfahren Zeit. „Unheimlich komplex“, sei es gewesen, lässt Wylegalla alle wissen. Es mussten wichtige Kriterien festgelegt werden. So sollte beispielsweise „eine Fünf-Mann-Firma rausfallen“ bei den Anbietern. Es sollte aber auch rechtssicher sein. „Wir wollten nicht, dass es uns später um die Ohren fliegt.“

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