ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Sensationsfund über Pückler-Park Bad Muskau

Aquarelle – zum Verlieben schön

Cord Panning zeigt zwei von 25 Aquarellen voin Carl Graeb, die die Stiftung im Rahmen ihrer neuen Sonderausstellung "Als Muskau königlich war" zeigen wird. Zum einen zeigt es die Schlossrampe mit den beiden Löwen, zum anderen das Neue Schloss vor seinem Umbau. FOTO: Regina Weiß

Bad Muskau. Die Parkstiftung kann für ihre neue Ausstellung „Als Muskau königlich war“ auf einen Sensationsfund zurückgreifen.

Am 30. August 1855 teilt Prinz Friedrich der Niederlande dem preußischen König Friedrich Wilhelm IV. in einem Brief mit, dass er mit Carl Graeb im Muskauer Park herumgegangen ist. Dabei habe er dem Maler „verschiedene Punkte und Gegenstände anzuweisen die ich wünsch daß er zeichnen soll. Er scheint die Sache mit Freude anzufassen und ich hoffe, daß eine hübsche und interessante Sammlung zusammenkommen wird, an der er aber rechnet drei bis vier Jahre Arbeit zu haben.“

163 Jahre später sorgt besagte Sammlung für strahlende Gesichter bei den Mitarbeitern der Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau. Stiftungsgeschäftsführer Cord Panning kommt regelrecht ins Schwärmen. Der Parkleiter spricht von einer Sensation im internationalen Maßstab. Ein „methodischer Zufall“ habe auf die richtige Spur geführt, will Panning nicht zu sehr ins Detail gehen. Dass auch deshalb, weil mit der Leihgeberin Verschwiegenheit vereinbart wurde. Denn ein solch malerischer Schatz wecke Begehrlichkeiten...

Der Berliner Architektur- und Theatermaler Carl Georg Anton Graeb (1816-1884) war seit 1851 Hofmaler beim preußischen König. Die Schlösser von Berlin und Potsdam wurden von ihm aufs Papier gebracht. Diese fanden sich im Bestandskatalog wieder, den die Staatlichen Schlösser und Gärten Potsdam-Sanssouci1986 herausgebracht hatte. Man wusste, dass auch Muskau dabei eine Rolle spielen musste. „Doch die Bilder lagen in keinem Archiv, sondern eben woanders“, deutet Panning an.

top