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„In den vergangenen Wochen sind im Raum Weißwasser aber auch am Telefon abgeschlossene Verträge wieder aktuell“, berichtet die Expertin. Was einst als Drückerkolonnen bezeichnet wurde, wobei Betrüger von Haustür zu Haustür zogen, ist inzwischen an das Telefon gewandert. „Den ahnungslosen Verbrauchern werden dabei im Kleingedruckten Abo-Verträge von allem Möglichen aufgeschwatzt“, weiß Judith Sybilla. Dabei geht es um Zeitschriften-Abos, Energie- und Telefonverträge.

Immer wieder würden die Anrufer dabei probieren, ein „Ja“ des Angerufenen zu hören. Dabei werden Fragen gestellt, wie etwa: „Hören Sie mich?“ Dabei sei dies nur ein Vorwand, ein „Ja“ zu hören. Das „Ja“ wird dann aufgezeichnet und in einen anderen Zusammenhang gestellt. So wird davor die Frage geschnitten, ob man einverstanden ist, einen Vertrag abzuschließen. Das aber erfährt der Angerufene erst per Post – und in der Regel kommt die erst zwei Wochen nach dem Telefonat. Dann nämlich ist die Widerrufsfrist abgelaufen. Plötzlich ist der Angerufene in einem Dilemma.

Inhaltlich gehe es bei den Anrufen beispielsweise auch um Lotteriegesellschaften, etwa Faber, NKL oder SKL. Unter dem Vorwand, lediglich „einmal“ mitzumachen, werden Verträge über ein Jahr abgeschlossen. Das gilt auch für dubiose Zeitschriften, die vermehrt den Gesundheitsaspekt in der Vordergrund stellen. „Man spielt mit der Hoffnung von den Menschen, möglicherweise ohne einen Arztbesuch seinen Gesundheitszustand zu verbessern. Das funktioniert natürlich nicht, sondern füllt vielmehr die Kasse von den Abo-Vermittlern“, erklärt Judith Sybilla.

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