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Weißwasser

Vom alten Sägewerk zum modernen Boulevard

Marcus Henschel (l.) und Martin Kuder sind von den Weißwasseraner Stadtaufnahmen begeistert. FOTO: Torsten Richter-Zippack

Weißwasser. Weißwasseraner Stadtgeschichte gibt es in 104 Fotos.

(trt) „Meine Stadt. Meine Geschichte“ lautet der Titel einer Ausstellung, die am Donnerstag innerhalb der dritten Weißwasseraner Sommerakademie eröffnet worden ist. Auf dem Boulevard präsentiert der Ex-Weißwasseraner Marcus Henschel 104 Fotos aus der Historie der Glasmacherstadt und konkret vom Werden des heutigen Boulevards. Befand sich dort anfangs ein Sägewerk, das eine Aufnahme mit seiner kompletten Belegschaft zeigt, veränderte das Areal während der DDR-Zeit sein Aussehen komplett. Nach dem Abriss des Sägewerkes anno 1972 entstand der Boulevard, der in den Jahren 2003/2004 sein heutiges Antlitz erhielt.

„Für diese Ausstellung habe ich meinen Sommerurlaub geopfert“, berichtet Henschel. „Rund 200 Stunden Arbeit stecken hier drin.“ Er habe an vielen Wohnungstüren geklingelt, und die Leute hätten ihre Fotoalben geöffnet. Über die Internetplattform Facebook sei das Projekt angekündigt worden. „Der Zulauf war enorm. Wir hätten 400 Bilder ausstellen können“, erzählt Marcus Henschel. Der gebürtige Zwickauer hat an den Boulevard eher schmerzhafte Erinnerungen: „Ich bin da mal mit dem Fahrrad gestürzt.“ Heute lebt der junge Mann in Bayern und verdient sein Geld am Münchener Flughafen.

Bis Sonntag, 9. September, sind die Bilder im Treffpunkt am Boulevard (zweite Ebene) zu sehen, sagt der Mitorganisator der Sommerakademie, Martin Kuder. Besichtigt werden können die Aufnahmen am Freitag von 10 bis 18 Uhr sowie am Wochenende zwischen 10 und 16 Uhr. Marcus Henschel ist die ganze Zeit vor Ort und will die Fragen der Besucher beantworten. Anschließend übergebe er die Aufnahmen den Protagonisten der Sommerakademie. „Vielleicht werden sie noch mal gebraucht“, sagt Henschel.

(trt)
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