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Nach der Landtagswahl in Sachsen

Taktisch Wählen hat AfD nicht geschadet

Roberto Kuhnert (AfD) FOTO: Joachim Rehle

Weißwasser. Roberto Kuhnert (AfD) zieht von Weißwasser aus direkt in den Sächsischen Landtag. Während ihm Antonia Mertsching (Linke) über einen Listenplatz folgt, muss Tilmann Havenstein (CDU) zum Arbeitsamt.

Kurz vor Mitternacht fällt im Weißwasseraner Rathaus die Entscheidung, wer das Direktmandat für die Altkreise Weißwasser und Niesky innehat: Roberto Kuhnert (AfD) hat mit 36,6 Prozent den CDU-Kandidaten Tilmann Havenstein (34,3 Prozent) geschlagen und zieht direkt in den Sächsischen Landtag. „Man hat uns in Weißwasser ganz schön auf die Folter gespannt“, gibt der Wahlsieger der RUNDSCHAU am Montag zu verstehen. Da ist Roberto Kuhnert schon auf dem Weg nach Dresden, trifft sich mit den neugewählten AfD-Abgeordneten, um über die nächsten Schritte zu beraten. Ihm sei klar gewesen, dass es ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Havenstein werden würde. Deshalb dankt er umso mehr seinen Mitstreitern – „auch für die finanzielle Unterstützung“.

Kuhnert freue sich darüber, die „Menschen erreicht zu haben“. Allein die Veranstaltung in Weißwasser mit Alice Weidel (AfD) sei „ein voller Erfolg“ gewesen und die anderen Parteien „haben uns nicht das Wasser reichen können“. Nun gehe es für den neuen AfD-Abgeordneten darum, „den Schalter von Wahlkampf auf Sacharbeit umzulegen“, erklärt Roberto Kuhnert. Als wichtigste Aufgabe sieht er es an, den anstehenden Strukturwandel aktiv zu begleiten. „Dass der Wähler taktisch gewählt hat, hat mir nicht geschadet“, sagt Kuhnert. Denn: Im Wahlkreis 57 hat die CDU mit 14 030 zwar die meisten Zweitstimmen eingefahren – die AfD kommt auf 13 570. Aber trotzdem gehen die meisten Erststimmen an Roberto Kuhnert (13 986) und nicht an CDU-Kandidaten Tilmann Havenstein (13 083).

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