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Der Daubitzer wollte erstmals in den Landtag einziehen, in die Fußstapfen von Lothar Bienst (CDU) treten, der 2019 nicht mehr zur Wahl gestanden hat. Dafür habe er gekämpft, sagt Havenstein. Auch mit Hilfe von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), die in Weißwasser weilte und vor einer Handvoll Leuten gesprochen hat. Doch geholfen hat die Tilmann Havenstein nicht – auch wie die Rietschener nicht. In seiner Heimatgemeinde hat Havenstein gerade einmal 17 Stimmen mehr als Roberto Kuhnert. Der CDU als Partei schenkten die Rietschener nicht die meisten Stimmen  (371 für die CDU, 418 für die AfD).

Jetzt geht Tilmann Havenstein die Aufarbeitung an, sehr pragmatisch, wie er sagt: „Es müssen die Wahlplakate abgenommen werden. Da ist man zwei, drei Tage an der frischen Luft und kann sich Gedanken machen.“ Dazu gehöre auch, sich arbeitsmäßig umzustellen. „Ich bin auf dem Weg zum Arbeitsamt“, so Havenstein am Montag. Sein Arbeitsvertrag bei Lothar Bienst endet zum 30. September.

Die Arbeit als Landtagsabgeordneter endet auch für Thomas Baum (SPD). „Es ist sehr enttäuschend“, sagt er. Es wird kein Schnellschuss, doch Baum will sein gesamtes politisches Engagement, auch das als Bad Muskauer Stadtrat, jetzt überdenken. Thomas Baum hat mit acht Prozent der Direktstimmen 3,6 Prozent weniger geholt als 2015. Alles auf den Prüfstand zu stellen, habe mit der beruflichen Neuorientierung zu tun, erklärt Baum. Da er im neuen Landtag nicht mehr dabei sein wird, bleibt die Frage, wie geht es weiter.

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