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Weißwasser

Weißwasser wird Stelen-Stadt

Weißwasser. Ab Donnerstag findet die Sommerakademie in Weißwasser statt. Thema ist der Strukturwandel.

Rund ein halbes Dutzend Höhepunkte bietet die dritte Weißwasseraner Sommerakademie. Die Veranstaltungsreihe erstreckt sich vom 6. bis 9. September. Für einen Knaller will Künstler Reinhard Düvell sorgen. Zunächst am Boulevard der Glasmacherstadt soll ein Prototyp einer Stele präsentiert werden, kündigt Martin Kuder vom Verein Wertewandel als einer der Organisatoren an. Das konkrete Design der Stele sei noch geheim. Nur so viel: „Damit wollen wir die Menschen für die Geschichte unserer Stadt begeistern“, lässt sich Kuder entlocken. Den Protagonisten schweben in Weißwasser mehrere Standorte vor, beispielsweise zwischen Schwimmhalle und Wasserturm und an der Hauptwasserscheide Nordsee/Ostsee. „Als Lernorte der Stadtgeschichte“ wird dieses Kunstprojekt bezeichnet. Ob die Stelen dann tatsächlich angefertigt und aufgestellt werden, hängt von den Kosten ab. „Da vieles offen ist, haben wir über Geld noch nicht geredet. Aber das Vorhaben soll bezahlbar sein“, kommentiert Martin Kuder. Die möglichen „Lernorte der Stadtgeschichte“ werden auf einem Rundgang am 7. September (14.15 Uhr) ab dem Boulevard erkundet.

Die Sommerakademie startet bereits am 6. September um 18 Uhr im Boulevard-Forum mit einer Diskussion zum Thema „Strukturwandel in der Lausitz: Chancen für Weißwasser?“. Als Gäste haben sich unter anderem Prof. Stefan Zundel von der Brandenburgischen Technischen Universität, Claudia Muntschick (Kreatives Sachsen) sowie Oberbürgermeister Torsten Pötzsch angekündigt. Moderator Martin Kuder erklärt das Anliegen dieser Veranstaltung wie folgt: „Es ist sehr oft vom Strukturwandel in der Lausitz die Rede. Aber die Bürger haben darüber bislang wenig Konkretes erfahren. Das wollen wir jetzt ändern.“

Bereits um 16 Uhr am 6. September wird die Ausstellung „Meine Stadt. Meine Geschichte“ auf dem Boulevard eröffnet. Heimathistoriker Marcus Henschel hat über 100 Fotos vom Weißwasseraner Boulevard und seiner Geschichte zusammengetragen. Hinzu gesellt sich eine animierte Karte dieses Bereichs. Mehr noch: Interessenten können sich mit einer 3D-Brille in luftige Höhen begeben und den heutigen Boulevard von oben bestaunen. Die Ausstellung steht vom 6. bis 9. September jedermann offen.

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