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Der Auftritt ihres Lebens

Weißwasseranerin singt bei Voice Senior

Elvira Slawinski bei ihrem Auftritt bei Voice Senior.FOTO: André Kowalski

Elvira Slawinski begleitet Musik schon ein Leben lang. Ihr Auftritt im Fernsehen hat Nachwirkungen – bis an die Kasse beim Supermarkt.

Elvira hat noch nicht ihr Abi in der Tasche, als sie 1969 als Sängerin des Döberner Tanzorchesters Conradis ihren Mann steht. Die Band will in der DDR die Prüfung zur Sonderklasse schaffen. Das klappt auch, genauso wie später die Prüfung zum Abitur. Schule und Arbeit sind die eine Seite der Medaille, Musik die andere, die immer wichtig war. Schlagerchor, Puck Quintett und die Matadors sind weitere Ensembles, denen die Sängerin ihre Stimme verleiht. „Ganz früher habe ich sogar Klavierunterricht und auch mal ein Jahr Gesangsunterricht genommen“, erfährt die RUNDSCHAU von Elvira Slawinski. Bilder von den Auftritten sind nicht nur in Kopf und Herz abgespeichert, sondern finden sich als Schwarz-Weiß-Aufnahmen im Fotoalbum wieder.

Dass Elvira Slawinski auch mit 68 Jahren noch eine große Bühne wuppen kann, das hat sie jetzt eindrucksvoll bewiesen. Die Sat-1-Sendung Voice Senior hat sie mit Weißwasseraner Flair und Mundart bereichert. „Ich habe nichts gespielt. ich bin wie ich bin“, sprudelt es aus hier heraus. Damit hat sie am Ende die Coaches überzeugt. Der Sänger Mark Forster hat gebuzzert und wählte sie in ihr Team.

Wobei eine Jury eigentlich nicht stimmt. Mehrere Vorstellungen waren erforderlich, bis es endlich in Berlin-Adlershof vor die Kameras ging. „Als ich im Januar den Aufruf gesehen hatte, habe ich mich selbst beworben“, erzählt Elvira Slawinski, die vielen als die letzte Volkshaus-Wirtin von Weißwasser in Erinnerung sein dürfte. Als Nächstes hat sie gemeinsam mit ihrer Tochter ein Video gedreht, um sich vorzustellen. Da versuchte sie den Drehort Küche auszublenden und mit ihrer Stimme, ihrem Auftritt zu überzeugen. Im April fuhr sie dann das erste Mal nach Berlin. Dafür hatte sie sich mit Musikerfreund Gerold Patzelt vorbereitet. Die Begleitmusik hatte sie sozusagen mit im Gepäck. In Erinnerung ist ihr und sicherlich auch der Jury geblieben, dass sie mitten im Auftritt ihre Brille in die Ecke gepfeffert hat. „Die fing plötzlich an zu rutschen und hat mich gestört. So bin ich eben“, sagt sie und lacht. Aus dem Konzept hat sie das beim Singen aber nicht gebracht.

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