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Internet

41 Kilometer Glasfaserkabel werden in Rietschen verlegt

Gemeinderat Wolfgang Schmidt, Staatssekretär Stefan Brangs, Bürgermeister Ralf Brehmer, Alexander Vogler und Sten Sperling vor dem Versenken des ersten Glasfaserkabels für Rietschen.FOTO: ckx

Rietschen. Bis über beide Ohren strahlen am Freitag beim offiziellen Baustart für den Breitbandausbau in Rietschen die Beteiligten. Nach gut drei Jahren Vorbereitungszeit können nun insgesamt 41 Kilometer Glasfaserkabel unter die Erde gebracht und 29 Verteilerkästen aufgebaut werden.

"Ich freue mich, dass es nun endlich losgeht", kann Bürgermeister Ralf Brehmer (Freie Wähler) seine Freude kaum unterdrücken. Er weiß, dass das Thema schnelles Internet in Rietschen und den Ortsteilen auf reges Interesse stößt und sich im Grunde alle Altersschichten schnelles Internet wünschen.

Dafür werden nun mehr als eine Million Euro in Rietschen investiert. 213 000 Euro steuert der Ort selber bei, um die Lebensqualität der Einwohner zu erhöhen und sich für die Zukunft fit zu machen. Immerhin geht es um Standortvorteile für die Wirtschaft, aber auch um die Gewinnung neuer Einwohner. "Es war ein langer Weg, aber unsere Mühen haben sich gelohnt", betont der Bürgermeister. 2014 hatte die Gemeinde als Erste im Landkreis Görlitz eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Damals hatte sich der Landkreis selbst noch zurückgehalten. Inzwischen hat er aber die Koordinierung für die Breitbandversorgung von gut 70 Prozent der Kommunen im Kreis übernommen. Ende Juli erhielt der Landkreis einen Fördermittelbescheid von 64 Millionen Euro für den Breitbandausbau.

"Wir beginnen in Rietschen mit der Verlegung der Glasfaserkabel zuerst mit der Bautzener Straße", erklärt Sten Sperling, Regiomanager der Deutschen Telekom in Sachsen. Er gehe davon aus, dass bereits Ende des Jahres erste Einwohner bis zu 50 Megabit pro Sekunde (MB/s) nutzen können. In einigen Bereichen, so Alexander Vogler, Niederlassungsleiter der Telekom in Ostdeutschland, seien dann sogar bis zu 200 MB/s möglich. Dies sei abhängig davon, wie nah sich der entsprechende Endverbraucher an den grauen Verteilerkästen befindet, die an den Straßenrändern errichtet werden.

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